frapp.antville.org
frappieren swV. 'in Erstaunen versetzen, befremden', sondersprachl. Im 18. Jh. entlehnt aus frz. frapper (wörtlich: 'schlagen'), aus frk. *hrapon 'raufen, raffen', zu ahd. *raffon (dass.). Die Bedeutungsentwicklung hin zu 'entfremden' wohl auf Basis des Überraschungseffektes eines plötzlichen Schlages (vgl. ne. striking).
Freitag, 5. Juli 2002

Jetzt auch

im Economist: Weblogging: Should old media embrace blogging?

[ak,  18:36 · referenzieren ·  ]


Mittwoch, 3. Juli 2002

Auch sehr schön

Gosford Park, herrliche Spiegelung von herrschaftlich oben, dienerlich unten. Die feinen Spitzen und die großen Affektiertheiten. Sehr schön. Ich musste mich nur leider recht lange in den Film hineinhören; mein Englisch hat mich da doch das eine oder andere mal schmählich im Stich gelassen. Insofern muss ich den Film wohl noch mal anschauen. Auch schön. Und dann noch Stephen Fry als trottelig-charmanter Inspektor. Auch sehr schön.

[ak,  21:47 · referenzieren ·  ]



Do Make Say Think - in Frankfurt

Am kommenden Mittwoch in Frankfurt im KOZ. Hier Rezensionen auf der Seite des Constellation Labels. Wenn man schon GYBE! verpasst hat.

[ak,  21:28 · referenzieren ·  ]



Elfter September

Nein, nicht am 11.09., sondern am 18. Dezember erscheint der nächste Teil Herrn der Ringe, The Two Towers. Der Titel erinnert aber an anderes. Und die Promotion-Maschinerie produziert Plakate, die an Kriegsfotografien von Ground Zero erinnern.

[ak,  08:13 · referenzieren ·  ]


Dienstag, 2. Juli 2002

Whodunit

Und gleich geht's hier ab in die OV von Gosford Park. Hier ein Beitrag des Salons zur Nachbereitung über die Entwicklung der Whodunit-Geschichte über Wilkie Collins ("The Woman In White") und Arthur Conan Doyle via Agatha Christie hin zum britischten Hollywoodler Robert Altman.

[ak,  18:16 · referenzieren ·  ]



Bernsteinbrief

Das Kompetenzteam streitet über Elektropost. Und gerät auf sprachliche Abwege, wähnt Germanizismen, diskutiert deren Vermeidung, evoziert Eklizismen. Lustigster Zeitvertreib.

[ak,  17:53 · referenzieren ·  ]


Montag, 1. Juli 2002

Schluckspecht

Heute der Schautrinker & Poet Harry Rowohlt im NDR. [via perlentaucher]

[ak,  21:51 · referenzieren ·  ]


Sonntag, 30. Juni 2002

Reifenraunen

Mit dem Lieferverkehr erheben sich aus dem Reifenraunen der Nacht die Geräusche einer Art Güterdämmerung. Vor dem Haus fuhr eine Straßenbahn an wie ein Rasenmäher, den jemand durch Eisendrehspäne schiebt. Aus Peter Glasers "Geschichte von Nichts", dem diesjährigen Gewinner des Bachmann-Preises. Was man so mitnimmt von As You Like It und anschließendem Streifen durch Frankfurts Nordend mit Andrea und Bodo.

[kellers,  20:54 · referenzieren ·  ]



Beendigung des Ausnahmezustands

Der akustische Auswurf der Autokorsos hat sich gelegt. Keine gelbgrün und schwarzrotgelb drapierten Fahrzeuge mehr. Die kommende Woche wieder ohne Mitteilungen im Intranet, man möge doch bitte die Zugriffe auf die Sportseiten des Internets auf ein Mindestmaß reduzieren. Was ist das Mindestmaß, wenn kurz vor Spielende die persönlich präferierte Mannschaft knapp führt? Oder mit einem Tor zurückliegt? An ersten Tastaturen treten Verschleißerscheinungen der F5-Taste auf.

Morgen also wieder Normalität. Jetzt nur noch erholen von dem Dachterrassen-Brunch mit TV im 16:9-Format. Strahlendem Sonnenschein wurde die Chance gegeben, meine Haare wieder etwas mehr zu blondieren. Vorher noch glücklich die Ex-Nachbarin getroffen, die ihre Tochter gerade in Hofheimer Gehör-Schutz brachte. Die Aufregungen von zweimal fünfundvierzig Minuten zuzüglich Nachspielzeit mit Äppler in den Griff zu bekommen versucht. Stillos erfrischend statt Geripptem aus Longdrinkgläsern. Jeder zwischenzeitliche Gang zur Toilette wurde in vollkommener Selbstüberschätzung zur Provokation eines Tores. Doppelte Erleichterung dann beim Anblick des weiterhin gültigen Null-zu-Nulls.

Kurz und schmerzlos dann die Tore Brasiliens. Fazit: Auch Kahn kann fehlen. Und Fußballer sich nicht selbst anziehen.

[kellers,  20:15 · referenzieren ·  ]


Freitag, 28. Juni 2002

Vielleicht stimmt ja auch irgendetwas mit meiner Empfindsamkeitsschwelle nicht.

Aber drei Anrufe per Handy von C***** haben mich heute schon derb heruntergezogen.

[kellers,  01:37 · referenzieren ·  ]



Südstaaten-Folkpop mit Tequilaanklängen

Mariachi, Trompeten, Akkordeon, Kontrabass, Marimbaphon. Calexico. Der Fußweg hat sich gelohnt.

[kellers,  00:54 · referenzieren ·  ]


Donnerstag, 27. Juni 2002

Nachtrag: Bloomsday

Vom 5. Juli 1922 im The New Republic eine euphorische bis ablehnende Rezension zu James Joyces Ulysses

And as a result of this enormous scale and this microscopic fidelity the chief characters in Ulysses take on heroic proportions. Each one is a room, a house, a city in which the reader can move around. The inside of each one of them is a novel in itself.

No: surely Mr. Joyce has done ill in attempting to graft burlesque upon realism; he has written some of the most unreadable chapters in the whole history of fiction.--(If it be urged that Joyce's gift for fantasy is attested by the superb drunken scene, I reply that this scene is successful, not because it is reckless nonsense but because it is an accurate record of drunken states of mind. The visions that bemuse Bloom and Dedalus are not like the visions of Alice in Wonderland but merely the repressed fears and desires of these two specific consciousnesses externalized and made visible. What the reader sees is not a new fantastic world with new and more wonderful beings but two perfectly recognizable drunken men in a squalid and dingy brothel no harsh detail of which is allowed to escape by the great realist who describes it.)

[via brain/map]

[kellers,  18:18 · referenzieren ·  ]



The Day After (Der Arschtag)

Gestern ist es also erschienen, "Tod eines Kritikers" von Martin Walser. Und heute wieder eine Nachwelle von entrüsteteten Rezensionen in den Feuilletons, u.a. Jan Philipp Reemtsma in der FAZ. [via perlentaucher]

Mein Interesse vermochte nur noch der Beitrag der FAZ zur Textgenese zu heben. Untersucht werden die Fassungen, die erstens zu Frank Schirrmachers öffentlicher Ablehnung des Vorabdrucks in der FAZ führten, zweitens die daraufhin seitens des Verlags auch per E-Mail versandte Version, die dann im Internet landete sowie drittens die gestrige Druckfassung. Was fehlt ist natürlich viertens die Perl-Fassung von textz.com, auf die Telepolis hinweist.

Die FAZ beschreibt den ersten Entwicklungsschritt als "systematische Verhüllung nationalsozialistischer Institutionen oder Repräsentanten". Von hier zur Druckfassung haben sich dann noch die "OIs" ("doitsche Literatür") in "EUs" verwandelt. Aber auch die Abmilderung von "schauderhafter (...) Ungestalt" in "schauderhafter (...) Gestalt" und einige Streichungen nationalsozialistischer Anspielungen machen das Buch nicht appetitlicher. Diese nur graduellen Verschiebungen verweisen auf das bewusste Kalkül Walsers, Ressentiments zu wecken. Des Autors Spiel mit antisemitischen Klischees ist widerlich, aber kein Versehen.

Ich bin immer noch der Meinung, dass Suhrkamp nach der Phantomdebatte veröffentlichen musste. Lesen muss man das Machwerk nicht. Die Unappetitlichkeit des Buches überdeckt die mangelnde literarische Qualität mit Übelgeruch. Wer's brauch, soll's lesen. Hinweise auf Nebenwirkungen gibt's genug.

Andere Kommentare unter anderem bei hirnverbrannt.

[kellers,  18:08 · referenzieren ·  ]



Für Frankfurt-Freaks

die folgende Seite mit recht getaillierten (Maßstab 1:35.000) Luftbildern von Frankfurt und Umland, zum Beispiel das Zentrum. Alles auch als Städtekarte, hier wieder das Zentrum und Flächennutzungspläne, jetzt mal das Westend.

[kellers,  13:01 · referenzieren ·  ]


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