| frapp.antville.org | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| frappieren swV. 'in Erstaunen versetzen, befremden', sondersprachl. Im 18. Jh. entlehnt aus frz. frapper (wörtlich: 'schlagen'), aus frk. *hrapon 'raufen, raffen', zu ahd. *raffon (dass.). Die Bedeutungsentwicklung hin zu 'entfremden' wohl auf Basis des Überraschungseffektes eines plötzlichen Schlages (vgl. ne. striking). | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Donnerstag, 27. Juni 2002
Rubrifizierung des Lebens Mal wieder eine Preziose auf dem Sofa gefunden: Der Hinweis auf die Homepage von Markus Krajewski. Artikel mit so schönen Titeln wie "Käptn Mnemo. Zur hypertextuellen Wissensspeicherung mit elektronischen Zettelkästen" oder ernsthafter "Das erste Bit gelöscht. Ein Nachruf auf Claude E. Shannon", zu finden hier in de:bug; ebenso wie die Rezension von Wladimer Kaminers Russendisko: Burger in Buchform. Und dann noch Zeitgenössisches Dandytum am Beispiel Blixa Bargelds. [kellers, 12:56 · referenzieren · ] Grimmiger Sprachschatz Das "Deutsche Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm" im Internet. Kolossal! Funktioniert nur bei mir im Büro leider nicht. Arbeitgeber wechseln? [via alex] [kellers, 08:06 · referenzieren · ] AStA-Sommerfest in Bockenheim Heute abend AStA-Sommerfest umsonst & draußen u.a. mit Calexico. Empfehlung auch von Alex. [kellers, 07:55 · referenzieren · ] Dienstag, 25. Juni 2002
Hessischer Kultursommer Wenn schon der Economist über die Documenta berichtet, sollte ich als Wahlhesse nicht doch nach Kassel? On Kawara kann man ja auch hier im Tortenstückchen besichtigen. Und bei Hanne Darboven, der auch ein großer Anteil gewidmet ist, erinnere ich mich an seitenlange, auf Notizzetteln festgehaltene Quersummenberechnungen aus Kalenderdaten. Hat mich irgendwie beeindruckt, serielle Ästhetik. [kellers, 22:30 · referenzieren · ] Versprecher Oder Versprechungen verspricht diese Seite: Radiopannen. [via weiß nicht mehr] [kellers, 21:38 · referenzieren · ] Triatlethische Tollheiten Hier auf 1572 Meter über Normalnull mit Ex-Kollegen zu einem Läster- und Aktiv-Wochenende getroffen. Im tiefsten Heidiland stand neben dem Plaudern über alte Zeiten (und auch dem Weben am persönlichen Beziehungsgeflecht) als Korrektiv zur Graubündener Küche Mountain-Biken auf dem Programm. Zwei bergerprobte Schweizer und drei mit Hollandrädern (Koninklijke Gazelle!) großgewordene Norddeutsche. Da A****** und ich erst am frühen Samstag losgefahren sind, saßen wir erst zu bester Mittags(hitzen)zeit im Sattel. Behelmt gute 500 Höhenmeter heraufgestrampelt. Oberhalb der Baumgrenze wurde die Infragestellung dieses Unternehmens immer größer. Erquickend dann Rivella rot auf dem Almhütte. Danach nur noch Abfahrt und am Ende dann vom Bremsen verkrampfte Hände. Gutes Gefühl, heil und ohne weitere Narbe als Abdruck des Kettenblatts in der Wade wieder an der Ausleihstation für die Räder anzukommen. Duschen, Relaxen, Quatschen, Essen, Trinken. Kein langer, aber ein netter Abend. Der nächste Morgen kündigte um 6:00 Uhr die Fortsetzung des strahlenden Wetters an. Und nach halbstündiger Diskussion mit mir selbst die Entscheidung, noch kurz den zwischen Lenzerheide und Valbella gelegenen See umrunden. Joggen. Und vor der Abreise dann noch Wandern: Zu dritt zur Mittelstation der Scalottas-Seilbahn. Ich erkenne mich nicht wieder! Wieder zurück in Frankfurt überfällt mich Müdigkeit. Also doch noch alles normal. [kellers, 21:14 · referenzieren · ] Fußballerische Nachlese Aus dem Autoradio aufgeschnappt: Presseschau zum gestrigen Spiel Deutschland gegen USA. Die FR klamaukt darüber, der Torwart der deutschen Mannschaft werde als Osama bin Kahn bezeichnet. Tiefes Durchatmen bei A****** und mir. Und in Fast-Urlaubslaune sofort weitergefrotzelt: Mullah Ballack und die Achse des Bösen. [kellers, 15:32 · referenzieren · ] Fotografie zum Lesen Sehr ausführliche Seiten des MOMA über die Andreas Gursky-Ausstellung. [via 0000ff] [kellers, 08:57 · referenzieren · ] Montag, 24. Juni 2002
Tank & Rast-Unterhaltung Auf der Fahrt in die Lenzerheide auf der Tank & Rast-Anlage Hohenlohe an der Zapfsäule den decouvrierenden Hinweis auf "Leichte sowie schwäbische Kost" vorgefunden. Seitdem geistern Kässpätzle durch meinen Kopf ... [kellers, 11:58 · referenzieren · ] Freitag, 21. Juni 2002
Kartoffelsuppe Von dort auch der der Hinweis auf interessant klingenden Essay über Kartoffelsuppe und deutsche Befindlichkeiten von Joel Klein (a.k.a. Anonymous), Autors von Primary Colors. [kellers, 00:23 · referenzieren · ] Bodensee-Tsunami Abmahnung zurückgezogen, der Schockwellenreiter ab sofort Teil der Marketingmaschine des Hauses Suhrkamp. Abnehmende Erregungspotenziale. Sturm im Wasserglas statt Sintflut. [via wwklein] [kellers, 00:08 · referenzieren · ] Mittwoch, 19. Juni 2002
Champagner & Erdbeeren Glyndebourne im Frankfurter Westend? Theater versus Oper. Shakespeares "As You Like It" gegen Bizets "Carmen" und Tschaikowskys "Eugen Onegin". Müsste man die Costume Lady fragen, ob auf Veranstaltungen des Chaincourt Theaters an der Uni Frankfurt auch typisch englische Festival-Kost geboten wird. Bin schon gespannt auf die Damen des Studentenwerks, die Taittinger Brut Reserve anbieten. [kellers, 23:30 · referenzieren · ] Dienstag, 18. Juni 2002
Apellation der Temperaturkurve. Sechsuhrdreißig Weckerklingeln. Aufstehen. Zerwühltes Bett, unruhig geschlafen. 22 Grad. In's Bad. Kühle Fliesen. 20 Grad. Rasieren, duschen, den Mischhebel bis an den blauen Anschlag. Abtrocknen, deodorieren. Beim Anziehen sich der bereits hohen Temperaturen bewusst werden. 23 Grad. In die Küche. Balkontür aufstellen. Kein Lufthauch. Radio für die Siebenuhrnachrichten. Wasserkessel aufsetzen. Kaffee kochen. Brot, Butter, Marmelade und Honig. Es ist bereits warm. Die Töne des Nachrichtensprechers dringen nicht durch. Ausschalten. Noch etwas in der Zeitung lesen. Kaffee trinken. Heiß. Blauer-grauer Himmel strahlt durch die staubigen Scheiben. Letzte Vorbereitungen auf den Arbeitsalltag. Hemd, Krawatte, Socken und Schuhe. Mappe mit den wenigen Unterlagen. Jackett, Schlüssel, Handy, Palm, Portemonnaie. Runter auf die Straße. Die ersten Meter noch im Schatten, trotzdem warm. 24 Grad. Erste Abkühlung erst in der gekachelten S-Bahn-Station. 20 Grad. Rolltreppe herauf zum Gleis. Eine Plakatwand der Deutschen-Städte-Medien spendet Schatten. Zu wenig. Jackett über den Arm. Warten auf die S-Bahn. Pünktlich. Nicht überfüllt, trotzdem stickig und warm. 26 Grad. Kein Sitzplatz. Ein leichter Feuchtigkeitsfilm auf dem Arm, über den das Jackett geschlagen ist. Armwechsel. Festhalten beim Anfahren. Ankunft im Tiefbahnhof. Wieder Rolltreppen. Rückkehr an Oberfläche, helles Sonnenlicht und Wärme. Zu viel Wärme. 27 Grad. Hinein mitten in's Bahnhofsviertel. Zu dem Hochhaus meines temporären Arbeitgebers. Keine Augen für die Menschen aus dem Paralleluniversum des Drogen- und Rotlichtviertels. Auf dem Pflaster mehr benutzte Spritzen als sonst. Auch früher in ihren Tag gestartet? 8:25 Uhr. Tiefes Einatmen fühlt sich an wie ein zähes Kauen. Drehtür, nächster Klimawechsel. Das Kartenlesegerät mit seiner Gedenksekunde. Erlösendes Klack. Drehkeuz. Klimatisierte Kühle. 22 Grad. Aufzug. Der Ventilator läuft auch hier. Großraumbüro. Schreibtisch in der Mitte. Rauschen der Klimadecke von oben. Rechner anschalten. Kaffee? Lieber Wasser. Arbeiten. Großraumbüro. Die Hitze draußen dämmt die Stimmung. Nur kurzzeitig dringen Huplaute des Autokorsos der türkischen Fans in die Stille. Gurgelnde Geräusche des Wasserspenders. Geringer Kaffeeverbrauch. Keine Erfrischung. Mittags nach draußen. Mit angehaltenem Atem die Hitzemauer hinter den Türen durchschritten. 34 Grad. Durchatmen. Nicht erfrischend. Mehr ein Durchkauen. Stehende Hitze. Ein Eis bringt kurzfristige Erfrischung. Im Schatten armseliger Bäume schnell verschlungen. Kurzfristig Hitzeflimmern vor den Augen. Zurück. Es ist warm. Zu warm. Heiß. Drückend. 35 Grad. Schwül. Weiterarbeiten. Besprechung. Plötzliches Pochen in den Schläfen. Mehr Wasser und Kaffee trinken. Bedauern mit allen, die in andere Gebäude wechseln müssen. 37 Grad. Keine Nachrichten von Abkühlung. Kein Sehnen nach dem Feierabend. Unzufriedenheit mit den eigenen Arbeitsergebnissen. Vorher ist Italien bei der Fußballweltmeisterschaft ausgeschieden. Lethargie. Vom Fenster aus sieht man ein mit einer stockwerkehohen türkischen Flagge drapiertes Gebäude. Dann doch zurück. 33 Grad. Sich selbst zu einem ruhigen, regelmäßigen Atmen zwingen. Rolltreppe. Hauptbahnhof tief auch nicht kühl. Die S-Bahn fährt ein. Es riecht nach Schwüle. Eigene Wohnung. Ausziehen, schnell. Die Dusche lockt. Mineralwasser. Tomaten, aus dem Kühlschrank. Salz, Pfeffer. Erfrischend. Die Temperatur in der Wohnung ist erträglich. 25 Grad. Der Tag. Zu heiß. Erst am Wochenende Aussicht auf Linderung. Noch eine Flasche Mineralwasser. Nicht mein Wetter ... An die Temperaturkurve: Beweg Dich! Nach unten!! [kellers, 22:19 · referenzieren · ] Sonntag, 16. Juni 2002
Recht hat er ... ... der Suhrkamp Verlag: "Der neue Walser. Besprochen wurde er schon. Jetzt kann ihn jeder lesen." [aus der Webseite des Verlags]. Aber recht scheint dem Verlag das nicht zu sein, wie die Abmahnung des Schockwellenreiters zeigt. Und billig auch nicht, bei 100.000 EUR Strafandrohung und einer Gebührenforderung von 1.201,80 EUR. Das Erstaunen und die Empörung über diese Dummdreistigkeit publiziert der Schockwellenreiter. Mir bleibt nur, Allerschärfsten Beistand zu wünschen. Die Perlentaucher dokumentieren den Weg Walsers in das Web, den aktuellen Stand der Diskussion sowie eine Chronologie der Ereignisse. [kellers, 16:49 · referenzieren · ] Nächste Seite |
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