frapp.antville.org
frappieren swV. 'in Erstaunen versetzen, befremden', sondersprachl. Im 18. Jh. entlehnt aus frz. frapper (wörtlich: 'schlagen'), aus frk. *hrapon 'raufen, raffen', zu ahd. *raffon (dass.). Die Bedeutungsentwicklung hin zu 'entfremden' wohl auf Basis des Überraschungseffektes eines plötzlichen Schlages (vgl. ne. striking).
Freitag, 19. Juli 2002

Kanuten

In die Stadt (14758 Einwohner) Rotenburg geht es morgen früh, um mit Chr****** und einigen Freunden auf der Fulda zu kanuten. Die Wohnung fällt also weiter der Verwitterung anheim. Jedweder biologischen Entwicklung im Kühlschrank ist durch gähnende Leere Einheit geboten. Nur im Flaschenregal können sich zwei Flaschen Touraine ihren Erinnerungen an die Loire sehnsüchtig hingeben. 2002-07-19 18:36

[ak,  18:51 · referenzieren ·  ]



Unwiderlegbare Vermutungen

gemäß Paragraph 1566 BGB in der Post vorgefunden. Nicht überraschend aber doch in dem Juristendeutsch persönliche Be- und Empfindlichkeiten völlig ignorierend.

I miss the innocence I've known playing kiss covers beautiful and stoned Wilco, Heavy metal drummer

[ak,  11:44 · referenzieren ·  ]


Donnerstag, 18. Juli 2002

Umzugsmeldung

Dort in der magentafarbenen Tiefebene ist jetzt Schluss. Weiter geht es hier auf dem Ameisenhügel. Statt Verschrobenheiten und Exzentritäten festzuhalten, versucht der Wortmetz jetzt zu frappieren. Die letzten Tage dienten Umzugsvorbereitungen. Um ein Wiedererkennen auch unter neuem Titel frapp.antville.org habe ich mich bemüht. Einiges ist in den Umzugswirren vielleicht zu Bruch gegangen. Einiges muss sich noch finden. Aber das Umfeld war einfach ein zu attraktives!

Achja, wer noch irgendwo irgendwelche Fehler findet, kann mir das ja per Kommentar mitteilen. Danke!

[ak,  19:58 · referenzieren ·  ]


Mittwoch, 17. Juli 2002

Dämmerungen

Texte des diesjährigen Bachmann-Preisträgers Peter Glasers im Netz: (via Zitat im Bücherlei-Weblog): Datendämmerung und Hackerdämmerung erinnern schon stark an das Güterdämmerung aus den preisgekrönten Text Geschichte von Nichts. Da dämmert mir Wagner ...

[ak,  08:12 · referenzieren ·  ]


Dienstag, 16. Juli 2002

Volksverdummung

Das ist ja jetzt mal wirklich erhellend, wenn nicht gar aufklärerisch. [via camparisu]

[ak,  20:16 · referenzieren ·  ]


Freitag, 12. Juli 2002

Schiller-Zitat aus Goethe-Town

Alles rennet , rettet, flüchtet. Urlaub leitet sich von erlauben ab. Aber mich fragt ja keiner!

[ak,  09:37 · referenzieren ·  ]



Tun, Machen, Sagen, Denken

Dass der Bläser Ohropax trägt, hätte mir Warnung sein können. Elegisch und laut, das gestrige Konzert der sieben akustischen Dombaumeister von do make say think, Stilrichtung Hochgotik: schwindelerregend, hochtürmend, ehrfurchterheischend.

Und Alexander war auch da.

[ak,  00:26 · referenzieren ·  ]


Mittwoch, 10. Juli 2002

Sportive Gleichschaltung

Überraschend, die grenz- und zeitzonenübergreifende Parallelität in der Magazin-Welt: Im New Yorker berichtet Nick "Fever Pitch" Hornby über die vergangene Fußball-Weltmeisterschaft. Zum deutschen Final-Einzug: «They reached the final, typically, unstylishly and infuriatingly, by winning their three knockout games 1-0.»

In der New York Review of Books präsentiert Tim Parks Fußball als A Matter of Love and Hate

Und die London Review of Books bringt John Lanchesters WM-Tagebuch A Month on the Sofa. Und begründet mit grammatischer Sportanalyse ein interessantes Untersuchungsfeld:

«While I am spouting mad theories about national characteristics, I would like to expound here my theory that German sides' tendency to win big games right at the end, and often unjustly, is connected with the way German speakers have to wait for the main verb at the end of a sentence, thus developing habits of patience and concentration. That characteristic German goal in the 80-oddth minute is a verb.»

Zum Spiel gegen Deutschland gegen Südkorea bewegt sich Lanchester in historische Komparistik:

«25 June. South Korea go out 1-0 to Germany in a major snooze of a semi-final (unless of course you're German or Korean). So the list of teams beaten by Germany on their way to the final is as follows: Saudi Arabia, Cameroon, Paraguay, USA, South Korea. In terms of overcoming difficult resistance it's not exactly Operation Barbarossa.»

Zur Finalbegegnung: «Also, in this case it's the most attractive team in the competition against the most boring. It's your classic, never out-of-fashion clash of good v. evil.»

Lesenswerte Lästereien! [via Perlentaucher ]

[ak,  12:01 · referenzieren ·  ]



Theory of Bullshitting

Wunderbare Theorienwelten durchpflügt der Kutter. Und verweist auf das Journal Of Mundane Behaviour und einen Artikel über "The Ubiquitiy, Functions, And Contexts of Bullshitting."

[ak,  07:53 · referenzieren ·  ]


Dienstag, 9. Juli 2002

Fred Frith bei Telepolis

Interview über seine neue Band Maybe Monday. Dort spielt er zusammen mit Joan Jenrenaud, der (ehemaligen, wie ich gerade durch den San Franciso Chronicle erfahre) Cellistin des Kronos Quartets. Immer diese Beziehungsgeflechte bei Jazzern und anderen Freitönern. Kürzlich gab's noch Kompositionen von ihm mit dem Frankfurter Ensemble Modern: Traffic Continues. Mir unvergessen sowohl Film (von Nicolas Humbert und Werner Penzel) als auch CD Step Across The Border von 1990. Dann noch das Projekt mit Noise-Saxophonist John Zorn, das grandios-krachige Naked City.

Und in dem Interview wird dann auch noch John Oswald zitiert:

"Man wird oft danach gefragt, wie wir von diesen plunderphonic-Projekten wegkommen können. Die Voraussetzung dazu ist, dass jegliche künstlerische Betätigung, die sich offensichtlich auf bereits bestehende künstlerische Aktivitäten bezieht, grässliche rechtliche Konsequenzen fürchten muss. (...) Pop ist so selten originell, weil eine Referenz immer schon eine Subreferenz auf eine vorhergehende Referenz ist, die wiederum ... bis ins Unendliche." [John Oswald in einem Interview in Arcana]

Diese Aussagen beziehen sich auf die vorherrschende Musiktechnik des Samplens, aber meines Erachtens nach balancieren alle künstlerischen Anstrengungen heutzutage zwischen Verwurzelung und Wurzellosigkeit. Wenn sich Kunst auch mit dem Wunsch nach Herkunft beschäftigt, dann versucht sie derzeit (verzweifelt) herauszufinden, wohin und zu wem wir gehören.

[ak,  12:48 · referenzieren ·  ]



Der doppelte Dieter

Aufgrund des Hinweises in der Lounge den gestrigen Abend beim Millionenspiel mit Dieter Hallervorden und Dieter Thomas Heck verbracht. In Wolfgang Menges und Tom Toelles TV-Satire über Quotengläubigkeit und Kommerzialisierung spielt Jörg Pleva Bernhard Lotz, der als Kandidat um eine Million DM sieben Tage von drei Killern gejegt wird. Den Anführer der Köhler-Bande spielt Dieter Hallervorden, gänzlich unkomisch mit erschreckend naiver Brutalität. Dieses "Spiel" wird durch den Stabelite-Konzern-Sender übertragen und kulminiert in einer TV-Show der letzten Stunden, moderiert von Dieter Thomas Heck. Das ganze wirkt heute wie Extreme-Reality-TV in billig. Aber mit verstörender Nähe zum heutigen Fernseh-Ist: Werbeeinblendungen (Nekrokosmetik: "damit der Mensch schön in den Tod gehe") und Volkes Stimme von der Straße. Bei der Erstaustrahlung 1970 kam es zu spontanen Kandidatenbewerbungen (als Gejagter und als Jäger!), aber auch Kritik an der Obszönität dieser Show.

Rechtsstreitgkeiten verhinderten über 30 Jahre eine erneute Ausstrahlung. Erst kürzlich wurde eine Vereinbarung mit dem französichen Rechtenachfolger getroffen, die die gestrige Ausstrahlung erlaubte. Hübsch anzuscheien dabei das Teletubbies-Ballett.

[ak,  08:47 · referenzieren ·  ]


Montag, 8. Juli 2002

Reisebegleitung

«You'll never be kissed and kind, as you long for intuition, as you you have to learn the lesson twice. You'll never be kissed and kind, as you long for intuition, as you have to say the password twice. Have you ever been all messed up, have you ever? You're the pincard, you're the lifeguard, you're the information guy, but things look much bigger on the knees, on your knees. Miss the signal, miss the signpost, lose the access to it all, and all of a sudden, you are one with the freaks. »

Quadruple M begleitet meine Rückfahrt an den Main. Markus, Micha und zwei mal Martin von The Notwist. Feinziseliertes Elektrogeknispere, verwoben mit exaltierten Klangfragmenten klassischer Provenienz. Im anschließenden Termin dann unerquickliche Themen wie "Versorgungsausgleich".

[ak,  23:56 · referenzieren ·  ]


Sonntag, 7. Juli 2002

Up de Kermes

Do häffke just fodde Cheboadsdaach aof men modder dre Stunnen op de Autoboahn zuobracht un bin innet Dörp gekumme, wo min Ellern lifft. Un de hett, es jed Johr am ehsten Werkenende in Julei Kermes. Ick bin denn ook mit men Schwister un meen Schwaoger up det Fest gaan. N poar Bierkes drunken und kommisch Tüch vertellt. Froehlick wart wern. Oahle Bekanne droopen un üwwer olle Tiden gekürt. Her 'n Dönskes, do'n Dönskes.

[ak,  10:06 · referenzieren ·  ]


Samstag, 6. Juli 2002

Grafisches Googeln

Für Chr******: Hier geht's zu einem grafischen Aufbereitung von Google-Anfragen. Sehr nett, die Verwobenheit des Netzes wie ein nasses Handtuch über den Bildschirm zu ziehen. [via hirnverbrannt]

[ak,  11:37 · referenzieren ·  ]


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