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| frappieren swV. 'in Erstaunen versetzen, befremden', sondersprachl. Im 18. Jh. entlehnt aus frz. frapper (wörtlich: 'schlagen'), aus frk. *hrapon 'raufen, raffen', zu ahd. *raffon (dass.). Die Bedeutungsentwicklung hin zu 'entfremden' wohl auf Basis des Überraschungseffektes eines plötzlichen Schlages (vgl. ne. striking). | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Freitag, 2. August 2002
Mathematik goes Comic Hätte man vielleicht auch in die PISA-Studie einbeziehen sollen. Mathematische Kompetenz bei den Simpson. Wozu Wissenschaftler an amerikanischen Universitäten alles Zeit haben! [via kutter] [ak, 13:30 · referenzieren · ] Montag, 29. Juli 2002
Jetzt hält mich nichts mehr ... ... hier! Mail ist durch, Rechner runtergefahren und hoffen, dass man gestern nicht vergessen hat, Bier in den Kühlschrank zu legen. [ak, 18:56 · referenzieren · ] Obwohl ... ... vielleicht ist das dann doch noch besser, als bei diesem Wetter mit Unterlagen für die Termine der nächsten beiden Tage und meinem rachitischen Notebook die Heimfahrt anzutreten. [ak, 18:53 · referenzieren · ] Tücken der Technik fesseln mich hier am Schreibtisch. Warum musste ich auch nur hier noch eine mit 4,7 MB recht voluminöse Mail abrufen? Und morgen dann wieder um 5:35 Uhr in die S-Bahn. [ak, 18:50 · referenzieren · ] Sommer-Eskapaden Und gestern die sommerlichen Eskapaden mit Herrn Lehmann, Erwin, Karl, Kristall-Rainer beendet, flankiert von einer unpassenden Flasche Gavi di Gavi. Schön (das Buch) und schade (dass es vorbei ist). Hier noch die gesammelten Rezensionen der Perlentaucher. [ak, 13:14 · referenzieren · ] Sonntag, 28. Juli 2002
Schweinebraten mit Kruste Den Rest des Nachmittags passend mit Herrn Lehmann im Freibad verbracht. 80 Seiten später peinlich berührt von seiner beginnenden Gelegenheitsbeziehung zur schönen Köchin, in die er sich bei einer tiefsinnigen Schweinebratendiskussionen über die Nichtnotwendigkeit einer Kruste verliebt hatte. Schweinebraten mit Kruste — ja, das ist das Leben. [ak, 18:43 · referenzieren · ] Hans und Sophie Taeuber-Arp Hochsommerlicher Tag in Frankfurt. Strahlend blauer Himmel. Mittags mit Chr****** zum Besuch der Ausstellung Farbe und Form — Sophie Taeuber-Arp im Dialog mit Hans Arp im Staedel verabredet. Kleine, übersichtliche Ausstellung. Collagen und Zeichnungen, Einzelwerke und Koproduktionen aus der Blütezeit von Dada und Surrealismus. Zum ehrenden Abschied dann natürlich noch dem berühmten Sohn der Stadt und Doppellinksfüßer J. W. Goethe in der Campagna von Johann Wilhelm Tischbein Tribut gezollt. [ak, 17:19 · referenzieren · ] Summer in the City In später Nacht bei leichtem Regen zur S-Bahnstation, ohne Zeit und Lust, noch den Schirm zu holen. Am Gate B 32 am Frankfurter Flughafen Lektüre für den anderthalbstündigen Flug nach London City Airport ausgewählt. Mehr mag ich zwar die Wochenendausgabe, aber trotzdem zu der orangefarbenen Financial Times gegriffen. «German cities (and a small town) on the fast track» zur Eröffnung der ICE-Strecke Frankfurt Köln. Mit Seitenhieben auf die deutsche-föderale Political Correctness des rheinland-pfälzischen Zwischenstopps in Montabaur. "Die Deutsche Bahn schenkt Ihnen 1 Stunde." Und Montabaur klaut ihnen 15 Minuten. Der Tag in London vollgestopft mit Terminen. Erst beim Kunden direkt an der Themse. Man selber ist bereits seit Stunden auf den Beinen, und dort versuchen einige Banker noch joggend ihrer Pfunde Herr zu werden. Mittags dann ein fast touristischer Spaziergang in die Fenchurch Street. Zwischendurch ein Sandwich an der Monument Station. Bestes, geradezu unglaubliches Wetter: Strahlende Sonne, mindestens 25 Grad. Auf allen Grünflächen lagern hellhäutige Briten. Vor den Pubs Menschentrauben, die sich in ihrer Mittagspause ein Pint gönnen. Beneidenswert. Ortunkenntnis und Begeisterung ob des mediterranen Ambientes lassen uns am Ziel vorbei laufen und wir kreuzen noch Leadenhall Markets. Spätestens hier wünschen wir uns die restlichen Termine weg (inklusive Krawatte) und Urlaubstage her. In der Rush Hour dann nach den Gesprächen zurück zum City Airport. Die im Westen stehende Sonne brennt durch die Heckscheibe des Taxis in unsere Hemdkrägen. Der Tag war wenigstens ausreichend erfolgreich. Und dann noch ausreichend rechtzeitige Ankunft für ein Stella Artois am Flughafen. Die Maschine ausgebucht mit gegelten und siegelberingten Investment Bankern. Die Sensibilität meines Gehörs mit einem weiteren Bier weiter heruntergeregelt. Frankfurt Flughafen. Nachricht von Chr******, ob ich noch Lust hätte auf ein Treffen. Nach einem Espresso und einem Mineralwasser wieder ausreichend fit für weitere Biere. Halbzwei endlich wieder zuhause. Schlafen ... [ak, 12:57 · referenzieren · ] Donnerstag, 25. Juli 2002
Eigentlich macht Essen krank Eigentlich war das Wetter ideal, die Leere des eigenen Kühlschranks und den Totalzusammenbruch der eigenen Vorratshaltung durch einen Besuch beim Italiener um's Eck zu überbrücken. Eigentlich war es auch ganz nett, zu bester Zeit um kurz nach Acht auch draußen noch einen Tisch leeren Tisch zu finden, sich an diesen zu setzen und dann das Warten auf den Kellner mit der Lektüre der aktuellen Zeit zu verbringen. Eigentlich versprach auch die Bestellung von Pizza (Numero fünf, mit italienischer Grandezza gesprochen) baldige Befriedigung der Appetitattacken auf kulinarisch ausreichendem Niveau. Eigentlich war der offene Weiße eine angenehme Labsal nach einem Großraumbürotag mit Klimaanlage und der Aussicht auf ein unchristlich frühes Aufstehen am nächsten Morgen (5:15 Uhr). Eigentlich hätte ich mich mehr auf die Artikel des Politikteils der Zeit konzentrieren wollen. Eigentlich habe ich mich nur kurz darüber gefreut, dass die Zeit in ihrem Artikel über die Branche der Öffentlichkeitbezieher (Hinterzieher) mit ihrem Anti-Paradepferd Moritz Hunzinger auch die SS Mephisto erwähnt. Statt dessen am Nachbartisch eine Diskussion über Gürtelrose, Nierenzysten, Krankenversicherungsbeiträge und die Vorteile von Ultraschalluntersuchungen. Es gibt Zeiten und Orte, an denen ich gewisse Dinge nicht hören möchte. Und es gibt Dinge, von denen ich denke, dass man darüber in der Öffentlichkeit auch schweigen können sollte. [ak, 22:02 · referenzieren · ] Montag, 22. Juli 2002
Der Merker für später Last Night Of The Proms dieses Jahr am 14. September. So alberner englischer Chauvinismus, dass es schon wieder spaßig wird. Wenn nicht wieder ein 11. September dazwischen kommt ... [ak, 18:42 · referenzieren · ] E-nough Im aktuellen NZZ Folio: Sprache, sagt der Informationstheoretiker Heinz von Foerster, hat ein Wort für Wort: Es heisst Wort. Das ist natürlich ein bisschen wenig. Wenn ein Produkt dem anderen gleicht, eine Dienstleistung so gut wie die nächste ist, hilft nur noch eines: Wording, Wording, nichts als Wording. Deshalb sucht der wackere Marketingmann beflissen Input für sein Naming, die Pressedame stellt sich tapfer dem Feedback auf ihr Texting. Das rechte Wording zur rechten Zeit wird fieberhaft gesucht. Leider ist es meistens 404. [ak, 12:45 · referenzieren · ] Zigarettenpause Die bodentiefen Fenster im Treppenhaus zwingen den Blick durch zentimeterdicke Lamellen im 45 Grad Winkel nach unten. Besser, als der Blick auf die im siebziger Jahre-Braun gestrichen Feuerschutztüren. Einundzwanzig Stockwerke tiefer schieben sich die Menschen über die Taunusstraße. Weiter vorne der Fußgängerübergang an der Moselstraße. Die drei Fahrspuren teilen sich kurz für eine Verkehrsinsel. Rettungsinsel für Trunkene und anders Berauschte beim Überqueren der Straße? Aber hier geht so oder so jeder wie und wann er will über die Straße. Vielleicht auch ohne jeden Willen. Natürliche Feindschaft zwischen Trottoir-Bevölkerung und Taxifahrern auf dem Weg zum Bahnhof. Passanten, Obdachlose, Dealer und sonstige Gewerbetreibende hin- und hergezogen zwischen den schmierigen Eingängen zu Stundenhotels, die Flure mit kreischend-roten Industriegummimatten dekoriert - einfach abwaschbar per Hochdruckreiniger. Ob der Mann mit der Prinz-Heinrich-Mützre schon wieder Dienst hat und höflichst Passanten in den Club 69 bittet? Kontinuitäten, die meine aktuelle Distanz zum Straßenleben nicht offenbart. Die Läden der anderen Straßenseite gehorchen dem Pizza - Döner - Asia Im- & Export - Dildo-Rhythmus. Die Blickposition offenbert aber auch überraschende, begrünte Dachterrassen und Innenhöfe. Direkt am Bahnhof wuchern Neonreklamen auf den Mansardendächern, "YNOS" und "SROTOM AIK". Deutlicher durch die Fensterlamellen horizontal segmentiert das Portal des Hauptbahnhofs. Atlas müht sich mittig stoisch mit dem Erdenrund. Darunter bauen Handwerker Gerüste der Fassadenrenovierung (oder -reinigung?) ab. Beiger Sandstein wird abgeschlossen durch die schieferschmutzigen Dächer der fünf Flügel des Kopfbahnhofs. Minitrix-formatiger Zugverkehr im Hintergrund. Rechts im Hintergrund schimmert die Grimshaw-Halle wie fünf silbrige Fischleiber, angepflockt an den Frankfurter Sandstein-roten Messeturm. Ich drücke die Zigarette im Aschenbecher aus. Der Gauloise Blondes-Raucher war auch schon hier. Drücke mich durch die schweren, schleusenartigen Türen zurück in das Großraumbüro. [ak, 11:17 · referenzieren · ] Der große Einflüsterer Das zieht ja anscheinend weitere Kreise als gedacht. Die geschäftlichen Kontakte des Herrn Hunzinger, Träger der Goldenen Ehrennadel der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer decken das gesamte politische Farbspektrum ab: Grün (Cem Özdemir, Anschubfinanzierung als Politiker), Rot (Rudolf Scharping, Nachfolger des Rechtsberaters Hunzingers Hendrik Borggreve als Lebensgefährte von Gräfin Pilati). Gelb (Guido Westerwelle als Gast von Hunzingers "Politischem Salon". Scharz (Roland Koch, auch im "Politischen Salon" zu Gast). Spannend werden dann aber die Beziehungen zur tiefscharzen Spendenaffäre: Kontakte zu den Ehlerdings, Millionenspendern der CDU und Käufer der Eisenbahnerwohnungen bei nur zweitbestem Gebot. Gemeinsames Essen mit Wolfgang Schäuble und Karlheinz Schreiber (laut Stern). Dann noch der Liechtensteienr Treuhänder der Stiftung "Zaunkönig", die das Schwarzgeld der hessisschen CDU verwaltete. Trübe Brühe. Dass die Hunzinger Informations AG dann auch noch 12,65 % (270.000) an der "SS Mephisto GmbH" beteiligt ist, lässt kulturelle Unbescheidenheit vermuten: Hunzinger zu einem guten Achtel als diabolischer Einflüsterer? Oder doch eher Schmierdenkomödiant? [ak, 08:49 · referenzieren · ] Sonntag, 21. Juli 2002
Leben aus zweiter Hand Mir geht es gut! Keine Aussage, mit der man sich momentan viele Freunde macht oder zumindest für ein gerüttelt Maß an Irritation sorgt: Ein Grauschleier lag über meinen Treffen des Wochenendes. Gutverdiendende Fondsmanager, die verbesserte wirtschaftliche Rahmendaten frühestens im nächsten Jahr erwarten. Marketing-Mitarbeiterinnen, die das Überstehen von Kündigungswellen als beruflichen Erfolg verbuchen. Kollegen, die ernsthaft über längerfristige Freistellungen nachdenken. Unbekannte, die unvermittelt nach den Aussichten bei meinem Arbeitgeber fragen. Aus dem Umfeld leitet sich mein Es geht mir gut! nicht ab. De facto befinde ich mich beruflich auch in einem Hibernation Mode (den Ball flach halten). Einerseits. Andererseits: Mein Primärleben hält mich ab von diesem Jammern auf hohem Niveau. Und zu meinem Primärleben gehört die spontane Teilnahme an einer halben Kanutour auf der Fulda. (Die zweite Hälfte fiel aufziehenden Gewittern zum Opfer.) Dazu gehört die Zeit, die mir gehört. Und die Zeit, die der Zeit gehört. Dieses Leben lässt niemanden ehrfurchtsvoll auf die Knie sinken. Kein Raunen in den Rängen. Aber ich poche auf mein Recht auf Selbstzufriedenheit. Selbstzufrieden mit diesem Second Hand-Leben. Fail with consequence, Was einem so alles durch den Kopf geht, wenn man sich eigentlich auf J-Schlag und Paddelbrücke konzentrieren sollte. [ak, 23:37 · referenzieren · ] Nächste Seite |
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