| frapp.antville.org | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| frappieren swV. 'in Erstaunen versetzen, befremden', sondersprachl. Im 18. Jh. entlehnt aus frz. frapper (wörtlich: 'schlagen'), aus frk. *hrapon 'raufen, raffen', zu ahd. *raffon (dass.). Die Bedeutungsentwicklung hin zu 'entfremden' wohl auf Basis des Überraschungseffektes eines plötzlichen Schlages (vgl. ne. striking). | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Freitag, 9. August 2002
Alles Gute, A**** Meine Großmutter ist heute 90 Jahre alt geworden. Die große Gratulationskur findet am Samstag statt. Ich werde nur anrufen. Irgendwie mischt sich Wehmut in meine Erinnerung. Vor wenigen Jahren machte ein Sturz aus dieser patenten und pfiffigen Frau eine sehr alte Person. Im Rückblick erscheint es mir wie Alterung in Zeitraffer. Das Gesicht urplötzlich eingefallen, die Haare nicht mehr so strahltend weiß, die kleinen Augen nicht mehr so verschmitzt funkelnd. Gerade deswegen: Herzlichst alles Gute zum Geburtstag, A****! [ak, 22:35 · referenzieren · ] Jammern auf hohem Niveau Die letzten Tage hat mich die Suche nach geeigneten Resonanzböden beschäftigt. Am Dienstag war ich mittags mit meinem Seniorberater in der Brasserie an der Alten Oper verabredet. Versammlung der Schönen und Erfolgreichen. Und H****** bewirft dann mit seiner Zigarettenschachtel die leichtbekleideten Füße junger Damen, denen die goldene Partnerkreditkarte aktiven Polittourismus auf der Goethestraße erlaubt. «Du, und dahinten ist Möller & Schaar, Du weißt, wo der Rudi mit dem Moritz ...». Mein Seniorberater — also eigentlich mein Exschwiegervater in spe —, also H****** und ich genießen Sonne und Bitburger. Eigentlich ist er mir keine Hilfe bei meiner bevorstehenden Entscheidung, aber eine Extraportion Egopolitur nehme ich doch gerne mit. [ak, 22:01 · referenzieren · ] Donnerstag, 8. August 2002
Jazz & Fachwerk Nächstes Wochenende Hessen Jazz-Festival in Idstein. Das Programm auch auf der Webseite des hessischen Städtchens. [ak, 21:13 · referenzieren · ] Double Dip - Guacamole & Salsa Die Wirtschaftspresse (hier die üblichen Verdächtigen: FTD, Spiegel, FAZ) jetzt mit Fast Food-Beilage?! Und Alan Greenspan als Paul Bocuse der Aktienküchen? Oder doch eher in der Rolle dieses Kochs? [ak, 20:48 · referenzieren · ] Für die Zahlentheoretiker in uns Prim ist P. [via schockwellenreiter] [ak, 08:03 · referenzieren · ] Mittwoch, 7. August 2002
Spieglein, Spieglein an der Wand ... ... hier in kleiner Beitrag zur Selbsterkenntnis: Consultant, n.: [From con "to defraud, dupe, swindle," or, possibly, French con (vulgar) "a person of little merit" + sult elliptical form of "insult."] A hipster disguised as an oracle, especially one who has learned to decamp at high speed in spite of a large briefcase and heavy wallet. [ak, 23:28 · referenzieren · ] Dienstag, 6. August 2002
Heute ist schon OK. Über Hautprobleme und Nerdismn Peter Glaser im Interview , u.a. über Nerdismn: Brückerhoff: Was macht einen Nerd aus? Sind Sie einer? Glaser: Nerds lesen Wired, mögen UFOs und reißen sich darum, Software-Betatester zu sein. Sie veröffentlichen Hacking-Exploits auf www.bugtraq.com oder www.rootshell.com und sie haben die Lösungen Monate bevor unsereins überhaupt die Probleme kennt. Wenn ein Nerd nachts in einer unübersichtlichen Kurve zwischen Felswand und Steilküste auf nasser Fahrbahn ins Rutschen kommt, sucht er den "Zurück"-Knopf, wie er ihn von seinem Browser kennt. Sein Hund und sein Goldfisch haben eine eigene Homepage, und wenn er eine Zeitschrift liest, verspürt er den unbezähmbaren Zwang, unterstrichene Passagen anzuklicken. Ich bin kein Nerd, aber ich bin ständig gefährdet. [...] Brückerhoff: Gibt es eine Zeit, in der Sie lieber leben würden? Glaser: Heute ist schon ok. [...] Brückerhoff: Chronische Abwechslung: Das Hauptproblem des modernen Menschen? Leiden Sie auch darunten? Glaser: Ja, wie alle modernen Menschen. But I can handle it. [hier ohne persönlichen Grund Hautprobleme gelesen] [...] Brückerhoff: Internet-Euphorie: Welchen Satz sagen Sie einem Internet-Euphoriker, der das Netz in den höchsten Tönen lobpreist? Glaser: Find ich auch, Alder, super. Realität ist was für Leute, die nicht mit dem Netz klarkommen. [via brain/map] [ak, 23:27 · referenzieren · ] Montag, 5. August 2002
Zorn beim Nachbarn Neue Nachbarschaft und sofort solche Preziosen: Interview mit John Zorn [via url.antville] [ak, 18:58 · referenzieren · ] Sonntag, 4. August 2002
Durch dick und dünn Die Zeit glossiert über kulturelle Prägungen, die den unterschiedlichen Umfang französischer und amerikanischer Romane erklären. Bei mir auf der Agenda stehen gute 750 Seiten von Frank Schulzes "Morbus fonticuli". Ein enzyklopädischer deutscher Roman? «Wahr ist jedenfalls, dass die meisten Leser, egal, in welchem Land, wenn sie denn schon einen Roman kaufen, lieber einen dicken haben, in dem sie lesend verschwinden dürfen und der nicht umfällt, wenn man ihn senkrecht stellt. So gesehen sind 800 Seiten immer besser als 200.» Jedenfalls ein standfester. [ak, 22:31 · referenzieren · ] Hanne, bist Du das? Draußen sturzbacht es. Blitze illuminieren umliegende Bauten in fahlviolettem Licht. Abkühlung strömt durch die Balkontüren. [ak, 22:16 · referenzieren · ] Freitag, 2. August 2002
Das Leben als Kunst(werk) unter besonderer Berücksichtigung Frankfurter Verhältnisse Der heutige Abend bei S***** und ihrer Mitbewohnerin E** wirft in mir die Frage nach Muster und Struktur eines heute spielenden Familienromans auf. Wo Thomas Mann in Buddenbrooks noch den "Verfall einer Familie" schildern konnte, vermittelte sich mir bei Prosecco und Nudelsalat mit Pesto das Bild der Patchwork-Familie. Zwei Kinder auf Wochenendbesuch bei der geschiedenen Mutter, deren neuer Freund selber alleinerziehender Vater zweier Kinder ist. Die beiden Frauen übten sich in der Kunst der Verteidigung: Verteidigung der Hoheit über Betten, Musikanlagen und Fernsehkanäle vor den frisch-pubertierenden Sturmtruppen, unterstützt durch deren Freunde und Freundinnen, darunter die erschreckend eloquente Enkelin einer 68er-Großmutter, welche wiederum bei den ersten Hausbesetzungen in Frankfurt dabei war — und heute Miete für ihre Westendwohnung in einem ehemals besetzten Hauses zahlt. Identifikation und Ortung der Kiddies erfolgte mittels der Handy-Klingeltöne. Angesichts des Krötenalarms anhaltendes selbstironisches Schürzen blonder und dunkelbrauner Augenbrauen bei den Hauptbewohnerinnen. Dem Sohn wurde ein Abend auf dem wollweißen Sofa mit einem romantischen Film angedroht. Höchststrafe. Viel Material für ein ausladendes Sittengemälde. Oder eben Patchwork. Auch Kunst, auch wenn mein grüner Pons den Begriff übersetzend mit Flickenteppich zu desavouieren sucht. Kunst war auch eigentlicher Hintergrund meines Besuchs, denn auf der Suche nach einem großformatigen Bild konnte ich mir ein Bild eines italienischen Freskenmalers anschauen. Der Akt erinnerte stark an Amedeo Modigliani, sprach mich aber auch nur wenig an. Also weiter am Prosecco genippt und über die Unterschiede zwischen Frankfurter und Wiesbadener Lebenswelten philosophiert: E**s resümierte aus eigener Erfahrung, dass Wiesbaden einfach älter sei. Wiesbadens vermittle eine Generationenkluft zu langweilig-reichen Verwaltungsmenschen, die es so in Frankfurt nicht gebe. Frankfurts Bevölkerungsspektrum ist breiter, differenzierter, lebendiger. Gemeinsam sei beiden Städten allerdings ein "Samstag ist Selbstmord" aufgrund einfallender Horden aus dem Umland. Folglich irgendwann ohne Zwischenstopp zurückgekehrt, mich meiner Ungebundenheit und der Ruhe der Wohnung bei einer Flasche Wein erfreut. Und darüber geärgert, dass ich beim Gehen keinen Blick mehr auf das Klingelschild geworfen habe. [ak, 23:48 · referenzieren · ] Popup als Medienberatungsstrategie? Eier, Erbsen und Schleim wiesen den Weg zu diesem Zeug des Herrn Hunzinger. Investigativ direkt den Weg hinab in das Verzeichnis www.hunzinger.de gemacht. Da lagern bestimmt die Bomben (oder Luftblasen?), die dieser als nächstes platzen lassen wird. Sehr verdächtig klang pop_muster_hoch.html, gar ein Strategiedokument zum Luftblasen-Platzen-Lassen? Aber da testet der Herr Medienberater nur sein Panzerbrillenglas an einem Tischmikrophon. Also weiter auf der Suche nach dem Scoop. Aktuelle Miles & More-Favoriten anscheinend Lufthansa, Bund der Steuerzahler und tätärä die nordrhein-westfälische FDP [ak, 21:45 · referenzieren · ] Kaffee und Bier, das lob ich mir Zu Ersterem gibt es hier 42 Begründungen: Coffee is better than a woman. [via wwklein] Naja, eigentlich noch gar nicht genug von Zweiterem genossen für diese politischen Unkorrektheiten. [ak, 21:32 · referenzieren · ] Herr der Ringe auf Kanakisch Herrliches Fundstück, Herr der Ringe live kommentiert in Kanaksprach. [via gigantville] [ak, 21:04 · referenzieren · ] Nächste Seite |
Dabei seit 8747 Tagen.
Letzte Meldung: 26.06.12, 16:22
Status
· Anmelden
Menü
Suche
Kalender
Historie
Sonstiges
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||