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| frappieren swV. 'in Erstaunen versetzen, befremden', sondersprachl. Im 18. Jh. entlehnt aus frz. frapper (wörtlich: 'schlagen'), aus frk. *hrapon 'raufen, raffen', zu ahd. *raffon (dass.). Die Bedeutungsentwicklung hin zu 'entfremden' wohl auf Basis des Überraschungseffektes eines plötzlichen Schlages (vgl. ne. striking). | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Montag, 22. Oktober 2001
Schönes Zitat von F. Scott Fitzgerald
[kellers, 20:53 · referenzieren · ] Wieder Wochenanfang Was bleibt vom Wochenende? Die Berliner Wahlergebnisse sind ohne rechte Überraschung. Die SPD wird sich mit den so euphorisch begrüßten Optionen noch schwer tun (und weiß das sicher auch schon), die CDU wird sich in der aktuellen Diskussion über die Kanzlerkandidatschaft zwischen Merz, Merkel und Stoiber weiter demontieren. Anlässe zur Freude sind das nicht — politisches Business as usual. Abteilung Kontaktierung: Überraschenderweise doch noch eine Rückmeldung auf eine Antwort einer Kontaktanzeige erhalten. Die Aufforderung, meine Telefonnummer zu melden, um zu sehen, ob die Chemie stimmt, finde ich vom sinnlichen Aspekt her interessant. Mal gespannt, was sich hieraus ergibt. Zu I**** muss ich mir (leider) auch noch Gedanken machen. Das Telefonat am Sonntag war OK, aber eben auch nicht mehr. Habe tief im Inneren das Gefühl, dass das nicht funktioniert. Ich bin statt Luxus doch öfter auch mal auf durchaus rustikale Sachen aus (Bier statt Champagner). Aber sich einfach nicht mehr zu melden, fände ich auch nicht OK. Werde wohl am Mittwoch mal versuchen, Sie anzurufen. Mal schauen! [kellers, 20:50 · referenzieren · ] Sonntag, 21. Oktober 2001
TAT Nachtrag Gestern auf der Saisoneröffnungsfeier des TAT im Bockenheimer Depot gewesen. Noch ca. eine Stunde eines Konzerts einer Band mit Trompete, Keyboard, Gesang und Cellist, Bassist sowie Drummer miterlebt. Und schon wieder Schlager "Wenn bei Capri die rote Sonne ..." (siehe Eintrag vom Donnerstag). Danach noch Party / Disco und A****** hat sich wieder in der Ausübung einfachster Tanzschritte geübt und dabei die anwesenden Mädels unter Kompatibilitäts- und Attraktivitätskriterien begutachtet. Dabei ist es dann aber auch geblieben. ANMACHEN IST KEIN LEICHTES MACHEN. Appell an die Stadt Frankfurt: Und wehe, ihr schmeißt diesen wunderbaren Ort (Depot) und dieses wunderbare Theater (TAT) aus Eurer Kulturförderliste! Und noch eine kurze, abschließende Anmerkung zum Wochenende: Eben in einem Telefonat die intelligente Wendung beschäftigter Langeweile vernommen. Ein schönes Wort zum Sonntag. Weiteres Nachdenken über Langeweile führt einen dann in kürzester Zeit auf das positiv gefärbte "Lange Weile". Wer möchte nicht ein "Mögest Du doch lange weilen" in's Ohr geflüstert bekommen. EIN HOCH AUF DIE LANGEWEILE. Und jetzt ist an der Zeit, eine Flasche Wein zu öffnen, und weiter der so angenehmen Langeweile zu frönen. [kellers, 20:46 · referenzieren · ] Sprache und Sprechen Ich werde alt. Lese gerade den letzten Eintrag und stelle dabei überrascht fest, dass das aktuelle Thema Sprechmensch versus Sprachmensch darin schon angedacht, wenn nicht gar abgehandelt ist. Die Unterscheidung und Abgrenzung von Sprache und Sprechen ist, ohne wissenschaftliche Vertiefung, heikel. Auf der einen Seite ist Sprechen mehr als Sprache, denn Sprache ist notwendige, aber nicht hinreichende Voraussetzung für das Sprechen. Gehören zum Sprechen Zuhörer? Ich sehe dort keine zwingende Logik, entscheidend ist meines Erachtens die Empfangsmöglicheit. Somit ist ein innerer Monolog kein Sprechen, ein Selbstgespräch hat meiner Vorstellung nach ein Volumen in Form von Lautstärke. Keine Voraussetzung für Sprechen ist das Vorhandensein eines konkreten Ansprechpartners. Ohne Zweifel spricht zum Beispiel ein Nachrichtensprechen in einer Fernseh- oder Rundfunkanstalt. Aber aus einem anderen Blickwinkel ist Sprache auch mehr als Sprechen. Sprache als Trägersubstanz von Aussagen, Gefühlen, Meinungen, die über verschiedene Wege und Transformationen vermittelt werden. Sprache ist vielfältiger, größer als Sprechen, da sie den Transportweg einer Aussage nicht festlegt oder fixiert. Gleichwohl hat dieser Transportweg oder Kanal rückwirkende Bedeutung für den Inhalt. Sprache als Trägersubstanz für Botschaften, deren Inhalt sich erst mit der Kommunikation, d.h. dem Austausch ergibt oder instanziiert. Der Text eines Buches oder Artikels ist in einer Sprach verfasst, aber seine Erschließung oder Aufschließung durch den Leser ist wiederum Spracharbeit. Die Aussagen werden als einer doppelten Transformation, beim Schreiben wie beim Lesen unterworfen. Und diese Transformation sind in ihrer Fehleranfälligkeit gänzlich verschieden dem Paar Sprechen und Hören. [kellers, 20:43 · referenzieren · ] Freitag, 19. Oktober 2001
Wort des Tages Auslassungen: Und so wollen wir denn einige Sekunden (oder auch länger) der Doppeldeutigkeit von Fehlstelle & Ausblendung auf der einen und Schimpf & Läster auf der anderen Seite gedenken. Gibt's eigentlich auch sowas wie Schreibwitz? Diesen Irrsinn adhoc zu formulieren gelingt mir selten, umso häufiger die gedrechselte (überdrehte) Formulierung beim Schreiben. Achtung, Gefahr: Es kann natürlich auch daran liegen, dass ich aktuell mehr schreibe als mit irgendwelchem Fleisch & Blut kommuniziere. [kellers, 20:41 · referenzieren · ] Reflektion Merke gerade an meinen letzten Postings, dass ich zu einer sprechartigen Schriftform neige. Es finden sich häufig Auslassungen des Subjekts. Will ich mich gar selbst aus diesem Kommentaren ausblenden? Ich hoffe, dass es soweit mit mir noch nicht soweit gekommen ist. Hintergrund ist wohl auch (?) der locker-legere Tonfall, der mit dieser Marotte hervorgerufen wird. Und ein solcher Tonfall ist einem halb-öffentlichen, elektronischem Tagebuch meiner Ansicht nach angemessen. [kellers, 20:40 · referenzieren · ] Peter Kreuder? Seit dem gestrigen Abend Peter Kreuder Fan? Noch nicht ganz, aber ich war nahe dran. Immerhin heute über Amazon nach CDs von Peter Kreuder gesucht. Deutsche Schlager der 30er, 40er! Best of!! [kellers, 20:38 · referenzieren · ] Donnerstag, 18. Oktober 2001
Programm für heute Ute Jeutter im Jazzkeller, mit Chansons der 30er im modernen Jazzgewand. Und wie geht es weiter mit Morbus C*****e? ZENSUR *** *** ** ******* ******** ** ******** ** ****** ************. ************ ******. ****** ***** **** ***** ****, ***** ***************** *********! *** **** **********, ** *** **** **** ******* *** ********* ********, *** ***** **** ******* ***** ******** **** **** ****** *********** ***** **** *** *******, ** **** *** *** *******, *** ***** "**** ******"". *** ****** ***** ***** ****** *** ************ **** / *******, ********** **** *****. ** ****** **** *** *****, ***** *** ****** *** ****** *** ********* ********* ***. *** ***** ***, **** *** ****, *** ***** **** "*****************" *************? Also: Der Fragenkatalog hat sich — wenig überraschend, wenn keiner Antworten gibt — wieder erweitert: Und betroffen sehen wir den Vorhang zu und alle Fragen offen. [kellers, 20:44 · referenzieren · ] Daten ist kompliziert! Ein Geständnis: Ja, ich habe eine Kontaktanzeige aufgeben. Muss jetzt aber feststellen, dass sie wohl zu verklausuliert, zu unauffällig, zu unattraktiv war. Einschub: Ja attraktiv, nicht in der äußeren Gestaltung, sondern im Wortsinne "anziehend". Aber dass ich Texte attraktiv finden kann ist schon Teil des Problems. Und der auch mit Arno Schmidt vom Schmelz der Interpunktion sprechen kann. Jedenfalls wenig Rücklauf. Also, inzwischen ohne jede Erfahrung zwei Dates absolviert. Das erste war überraschend nett — und prompt kam heute per E-Mail eine Art Korb. Sie ist (wieder?) mit einem früheren Bekannten zusammen. Blöder "Day After". Das zweite Date war eher komisch, lustlos. Sie hatte eine immer müde wirkende Stimme, und das bei gleichzeitig spannender Biographie. Aber eine gemeinsame Basis konnte ich (konnten wir) nicht finden. [kellers, 20:32 · referenzieren · ] Macht Wohnungssuche Spaß? Frage, mit der man sich durchaus auseinandersetzen kann. Spannend zu sehen, welche Wohnungen angeboten werden, idealerweise noch mit vorhandenen Mietern. Gerade dann der facettenartige Einblick, den man in fremde Leben gewinnt. Und dann die Er-fahr-ung einer Stadt. Das Sich-Durschlagen durch immer wieder unbekannte Ecken und Gefilde. Anregung der eigenen Vorstellungsfähigkeit: Wie sähe es aus, würde ich hier einziehen / wohnen? Wie sähe es mit Gästen und Freunden aus? Besitzt die Wohnung Charme, Eleganz und Feierfähigkeit? Bei leeren Wohnungen: Die Vorstellung einer "passenden" Einrichtung! Schaffe ich einen Stil, der zu mir passt oder läuft es doch auf ein post-studentisches Chaos heraus? Ja, noch macht Wohnungssuche Spaß! Befürchtungen aber ob der Dauerhaftigkeit! [kellers, 20:28 · referenzieren · ] Samstag, 13. Oktober 2001
Interpretatorische Tiefbohrungen Welche Bedeutung darf mann der Formel "Ganz liebe Grüße" zumessen? Alleine die Fragestellung zeigt eine immense Sensibilisierung für den Bedeutungsgehalt von Worten, Taten, Verhaltensweisen. Ich bin inzwischen näher an der Einsicht, dass ich Loslassen muss ... um wieder Zugreifen zu können! Verquere Logik? Ja, aber in meinem verqueren Hirn mit hoher Entstehungswahrscheinlichkeit. So, und was geschieht heute: Gleich noch eine Wohnungsbesichtigung, sehr wahrscheinlich zu nahe an der noch-jetzigen Wohnung, so dass es schon wieder anhänglich wirkt. Sollte heute Abend versuchen, nicht zu lange zu lesen oder vor der Glotze abzuhängen. Morgen gilt es frisch zu sein. Trüber, nasskalter Tag in Frankfurt. Aber immerhin schon wieder die ganze Woche verplant. Morgen, Dienstag geht's auf ein Konzert von Chick Corea & Gonzalo Rubalcaba, Mittwoch sind die Schwiegereltern dran, Donnerstag — uups, noch nichts vor? Also Zeit für die Die Zeit — und am Freitag auf Seniorenparty nach Mainz. Reicht doch erst einmal! Zumindest keine Lücken für schmerzhafte Grübeleien. Die heute so schmerzhaft auch schon nicht mehr sind. [kellers, 19:36 · referenzieren · ] Freitag, 12. Oktober 2001
Anderes Wühle aktuell noch durch die Zeit-Beilage zur Frankfurter Buchmesse und freue mich auf die zwei Abende in der Frankfurter Romanfabrik: Heute mit Robert Gernhardt, ausgerichtet vom Haffmans Verlag und am Sonntag dann (mit C***** ... ich kann's nicht lassen) eine Diskussion zum Humor, moderiert von Matthias Beltz. Daneben kontinuierliches Suchen nach Wohnung. Erster Ansatz über persönliche Kontakte: Eine Bekannte von M****** sucht einen Nachmieter für Anfang 2002. Die Wohnung hört sich ganz OK an, trotz sehr kleinem WC und Bad. Dafür 2 Balkone, hohe Decken. Leider 3. OG und mitten in Sachsenhausen, was wenig Gutes für Parkmöglichkeiten bedeutet. Daneben bleibender Kontakt mit der Hausverwaltung einer Wohnung in City-West, die ich mir vom Fleck weg vorstellen könnte. Noch einigermaßen zentral, erwschwinglich inkl. Tiefgarage und Wohnküche. Keep your fingers crossed! Ansonsten: Seit Tagen liegt ein Ordner mit Skripten zur Zahlentheorie bei mir in der Küche. Parallel ersaufe ich in Publikation, Büchern, Artikeln, die ich alle noch lesen möchte. Und dann versacke ich parallel vor der Glotze (wobei: Harald Schmidt gestern war mit seiner Verve gegen Bücher wirklich witzig!). Schon fraglich, ob ich ein aktives Leben führe oder eher durch äußere Einflüsse getrieben werde. Und darf man es sich in heutigen hedonistischen Zeiten überhaupt erlauben, sich treiben zu lassen, äußeren Anregungen und Reizen zu folgen, sich fremdbestimmen zu lassen? ICH WILL AUCH MAL PASSIV SEIN DÜRFEN! In diesem Sinne ;-) Nach einigen Tages des Aussetzens ist es an der Zeit für eine Neubewertung der alktuellen Befindlichkeiten. Morbus C*****e zehrt immer noch an mir — wen verwundert's! Aber gerade diese Konstanz und Kontinuität wird für mich zunehmend Motivation, dieses Faktum aktiv auszublenden: Aktive Verdrängungsleistung durch intensive Beschäftigung, nein, schwach: Auseinandersetzung, mit anderen Themen. Auseinandersetzung ist überhaupt ein schönes Wort: Wenn ich davon ausgehe, dass ich durch Morbus C*****e in meiner Integrität "beschädigt" bin, so bedarf es doch wohl zentral ein Zusammensetzung (Neu-Zusammensetzung)? Integration nach erfolgter Differentation? Oder schlägt hier der Mathematiker in mir durch? Ich bin wahrlich nicht Vertreter und Anhänger von ganzheitlichem Gefasel, aber mit dem Bild von persönlicher Ausgewogenheit kann ich sehr wohl leben. Men Weg dahin wird noch ein langer sein. Und auf diesem Weg bin ich gezwungen, C***** links liegen zu lassen! (Auch wenn die Wahrheit eher die ist, dass sie mich hinter sich zurück lässt — ihr Gerede von Persönlichkeitsentwicklung, Weg, den sie beschreitet und auf dem sie nicht umkehren kann? Hätte dieses Geschwafel bei ihr nie erwartet. Andererseits tendiert sie in Gesprächen mit mir zu einer Rationalisierung, die gerade das neu gewonnene / erfahrerene Bewusstsein von Emotionalität auschließt? unterdrückt? Was ist bloß mit C***** los) [kellers, 20:25 · referenzieren · ] Montag, 8. Oktober 2001
Nachtrag zum Wochenende und zum vorletzten Posting: War am Wochenende mit Freunden im Mainzer Kulturzentrum (KUZ), Ü30-Party. Dringende Empfehlung für alle, die sich im entsprechenden Altersrange (> 30 Jahre) mal wieder ihrer Studentenzeit-Parties erinnern wollen. Perfektes Ambiente in einer alten Fabrikhalle, kein bisschen Styling, kein modernes Design. Betonboden und Ziegelwände. Selbstgezimmerte Bars (Getränkeausschänke ist hier das bessere Wort). Kein illuminatorischer Overkill, Musik in einer lautstärke, die auch für uns Ältere noch erträglich ist, und dann die Musik. Eine Erinnerung nach der anderen, nicht alle angenehm, zum Teil sogar peinlich, Neue Deutsche Welle wird auch nicht ausgelassen, ein musikalisches Quer-durch-den-Garten, tanzbar und witzig. Schön auch das gelebte Sozialmodell des KUZ, dass den Parallelbetrieb einer Hard & Heavy-Party im gleichen Gebäude ermöglicht. [kellers, 20:13 · referenzieren · ] Einige Tage Ruhepause Und jetzt ist es passiert: Die Vereinigten Staaten von Amerika haben mit Luftangriffen auf afghanische Städte begonnen. Parallel dazu erfolgen humanitäre und aufklärerische Abwürfe von Lebensmitteln und Transisterradios. Strategie? Taktik? Oder nur ein weiterer Beweis der akzelerierten Zivilisation? Bislang gab es doch die eindeutige Reihenfolge von Krieg und Care-Paket. Alles vorbei? Ich bin mir der Wirkung der gestrigen Angriffe auf mich noch nicht sicher. Zum einen das Verständnis, dass die USA das Recht haben, die Täter und Hintermänner der Anschläge vom 9. September zu verfolgen. Auf Basis eines begründeten Verdachts, den ich ich hier als gegeben unterstelle (ohne jede Süffisanz formuliert!). Nur was soll jetzt folgen. Alle Tage wieder Cruise Missiles auf Kabul? Was ist das Ziel, wenn einen bereits zerstörte Stadt (und schlimmer noch: Eine zerstörte Kultur) weiter bebombt? Glaubt man so, Osama bin Ladens habhaft zu werden? Und wie ist die Gefahr zu beurteilen, das herrschende Regime der Taliban damit wieder zu stabilisieren? Waren nicht die verschiedenen, wenn auch albernen Offerten der Taliban zur Reduzierung des internationalen Drucks ein erstes Zeichen, dass sich hier Gewissheiten auflösen? Fragen über Fragen! Und wer gibt Antworten? Niemand! Möchte ich unbedingt kennenlernen! [kellers, 20:00 · referenzieren · ] Nächste Seite |
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