| frapp.antville.org | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| frappieren swV. 'in Erstaunen versetzen, befremden', sondersprachl. Im 18. Jh. entlehnt aus frz. frapper (wörtlich: 'schlagen'), aus frk. *hrapon 'raufen, raffen', zu ahd. *raffon (dass.). Die Bedeutungsentwicklung hin zu 'entfremden' wohl auf Basis des Überraschungseffektes eines plötzlichen Schlages (vgl. ne. striking). | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Freitag, 9. November 2001
And the winner is: Dostojewskis Idiot Hier das Ergebnis meine Lektüreentscheidung. Rückschlüsse auf mein aktuelles Selbstverständnis?! Auf jeden Fall beeinflusst durch die unsäglichen MTV European Music Awards, die gestern hier in Frankfurt verliehen wurden. Was hat sich das kleine Frankfurt aufgeplustert. Und heute schallt es im öffentlich-rechtlichen Rundfunk noch laut nach: "So einen Bühnenaufbau wird die Festhalle vorerst nicht wieder erleben!" Und wen stört's?! [kellers, 23:06 · referenzieren · ] Mittwoch, 7. November 2001
Reisen durch die Musik Auf allmusic.com kann man auf's interessanteste durch die Musikgeschichte Reisen: Die Künstler und Bands sind einzelnen Karten zugeordnet. Diese Karten sind wiederum einander zugeordnet. Klasse Möglichkeit, Einflüsse, Abhängigkeiten und akustisch-kulturelle Verbindungen zu erforschen. Zudem kann ausgehend von einer Band in verschiedene Stimmungsrichtung (härter / softer, pessimistischer / optimistischer) "browsen". Habe einfach das Verfahren von John Zorn ausgehend (wer ihn kennt, kennt mich!) ausprobiert: Schon eine Randexistenz, denn bei ihm geht's in folgende Richtungen nicht weiter:
Eindrucksvoll! [kellers, 23:02 · referenzieren · ] Dienstag, 6. November 2001
Positivere Wendung Die mich aktuell beschäftigende Kernfrage ist die nach der Unvermeidlichkeit dieser Entwicklung. Wann war der Point of no return gekommen? Wieso gelang es uns nicht, darauf aktiv zu reagieren? Etwas "gespürt" haben wir ja beide. Kommunikationsunfähigkeit? Sicher auch zu einem guten Teil. Bei mir sicher auch das Gefühl einer Nicht-Akzeptanz. Scheiße! So komme ich wirklich nicht weiter! [kellers, 23:00 · referenzieren · ] Wut wegen Morbus C*****e ZENSUR *** ***** **** ********! *** *** ******** ******! *** **** ***** ***** **** ** *** ******* ******, ******* **** *** ********* *** ************* ********* ******* *** ***. **** *** *** *********** (**** ************** *****)? **** ************* ******: Ich wurde betrogen! Stehe neuerlich vor einer grundsätzlichen Literaturentscheidung. Spannend! Starte ich jetzt wirklich erste Lektüreerfahrungen mit Fjodor Dostojewski? Aber vielleicht wird dieses Unterfangen heute auch noch aufgeschoben. Zum einen, wegen der Möglichkeit, das oneninetyeast zu besuchen: Klassik-Disco! (?) Oder ich trolle mich heute doch wieder so früh nach Hause, dass sich die Chance eines Abends mit A*** ergibt. Komische Vorstellungwelt. Attraktiv und tabu (aktuell *********). Wirkte aber gestern kurz auch so verletzlich, dass meine Hilfesyndrom wieder ansprang. Abwarten?! Es fällt so schwer! Keine Neuigkeiten, aber drastische Wetterverschlechterung: Affektiert mich dann doch ein wenig, vor allem wenn den eigenen Schuhsohlen die Wasserundurchlässigkeit nicht mehr attestiert werden kann. [kellers, 22:58 · referenzieren · ] Montag, 5. November 2001
Der Sonntag Endlich ein richtig trüber, nasskalter Novembertag! Zeit mit der Zeit verbracht und nebenbei Wladimir Kaminers Marschmusik gelesen. Das Buch des in Berlin lebenden Russen ist einfach und schnell zu lesen, bietet auch die eine oder andere witzige Story aus der Verfallszeit der seligen (warum nicht "seelig"?) Sowjetunion, aber irgendwie hatte ich dann doch mehr Scherz, Satire, Ironie (Grabbe lesen!) erwartet. Von einem Einblick in das Russische / Moskowiter Leben eines Heranwachsenden erhält man nur auf eine dürftige Art und Weise. Die Freizeit- und Erwerbstätigkeiten (Veranstaltung privater Punkrockkonzerte in Moskau und Kiew oder die Begleitung eines Viehtransports nach Usbekistan) präsentieren Absurditäten stärker als (Alltags)Realitäten. Aber bevor das Ganze hier zu einem Verriss wird: Nette, kurzweilige Lektüre! Man sollte vielleicht mal in Berlin eine von Kaminer ausgerichtete Russendisco besuchen! [kellers, 22:56 · referenzieren · ] Vinokultur Sehr angenehm war eine Weinprobe mit Spanischen Weinen am Samstag. Wenn zugegebenermaßen eine Auswahl von 22 (in Worten: zweiundzwanzig) Weinen im Zeitraum von 13 bis 19 Uhr eine önologische (und alkoholische) Herausforderung ersten Ranges darstellt! Interessante Fakten erfahren (z.B. dass die spanische Weinproduktion zu 70 % weiß ist — und dabei die Vorstellung durch Rioja farblich deutlich anders geprägt ist!). Nette Plauderstunden und am Ende auch gut abgefüllt. Danach noch einfach kurz Essen gewesen und dann den Abend recht früh beendet. Naja, es ist dann doch wieder halb eins geworden, aber am Sonntag dann (unterbrochen durch Hustenpausen — as mentioned before) doch bis halb zehn geschlafen. Auf ein Neues! Das Wochenende ist auch schon wieder vergangen und seitdem plagt mich ein hässlicher Hustenreiz, der zumindest von Samstag auf Sonntag den Schlaf in kleine 3-Stunden-Intervalle zerlegt hat. Mal schauen, was das wird. Heute geht's aber anscheinend schon wieder besser. [kellers, 22:54 · referenzieren · ] Freitag, 2. November 2001
Kleines Bonbon zum Wochenende Amazon empfiehlt zu Hüsker Dü verwandtes aus dem Bereich Klassik! Transkriptionen von J.S Bach und Händel?!? [kellers, 22:52 · referenzieren · ] Kultur Das 32. Deutsche Jazzfestival am vergangenen Wochenende barg wunderbare Juwelen: Am Freitag Helge Schneider und Charly Antolini. Viel klassischer Jazz, fein durchsetzt mit Klamauk. Zitat Helge Schneider: "Und jetzt kommt wieder eine Eigenkomposition ... von jemand anderem." Und ein eindrucksvolles (Trommelfell-eindrückendes) Solo des Drummers Antolini: Das Schlagzeug als Instrument, nicht als Rhythmus-Instrument. Andy Summers (Ex-Police) hat mich (und viele andere) enttäuscht, daher dazu nicht mehr. Am Samstag dann Steve Turre, Posaunist, der sich auf der Muschelblasen verlegt hat. Spannend, witzig, lateinamerikanisch angehaucht. Gleichfalls am Samstag (stimmt doch, oder?) KrashArea von David Krakauer (Klarinette) und Elliott Sharp (E-Gitarre), Klezmer-Krach in Formvollendung! Am abschließenden Sonntag dann noch die Erfahrung, dass ein James Carter ein Saxophon wie ein entfernte Kirchturmglocke klingen lassen kann. Faszinierend (ganz abgesehen von der Erotik, die von diesem Instrument ausgeht! Dummerweise nie — außer die obligate Blockflöte — intensiver mit Musikinstrumenten in Berührung gekommen. [kellers, 22:50 · referenzieren · ] Private Area, Part II Wohnungssuche abgeschlossen. Schicke (für meine Begriffe) 3-Zimmer Wohnung mit Wohn / Essküche. Nicht mehr ganz so zentral, aber das sollte mich hoffentlich etwas stärker in Bewegung setzen. Dafür modern, praktisch, gut geschnitten. Nächster Schritt (nach Unterzeichnung des Mietvertrags) dann die Inneneinrichtung / Ausstattung der Wohnung. Und hier freue ich mich nicht auf die Anschaffung einer Waschmaschine. [kellers, 22:48 · referenzieren · ] Private Area (a.k.a Morbus C*****e) Die Situation hat sich entspannt, trotz oder gerade wegen des zwischenzeitlich stattgefundenen Geburtstags. Haben einen schönen, gemeinsamen Abend verbracht, ohne unnötige Verklemmungen. Ich erreiche (in seltenen, aber immerhin stattfindenden Momenten) eine Gelöstheit, die mir (uns?) bei unserem Zusammensein hilft. Die Tatsache, dass C***** sich inzwischen in einer neuen Beziehung befindet, beunruhigt mich überraschend wenig. Eher das Gegenteil: Ehrlich wünsche ich Ihr alles Glück, bleibe aber bei meiner Einschätzung, dass sie momentan noch in einer argen Phase schwärmerischer Verliebtheit ist. Schaun mer mal!. [Bin aber auch ein wenig kiebig (westfälisch: = neugierig) auf W*****. Dass sie meine Einschätzung "Handyschrauber" wörtlich übernimmt, mutet schon reichlich komisch, fast distanziert an. Zumindest haben diese beiden jetzt erst mal schöne, sonnige Herbsttage. Mit Erschrecken sehe ich den letzten Timestamp. Eine Woche ohne Postings?!? Wiedergutmachung erfolgt sofort! [kellers, 22:46 · referenzieren · ] Freitag, 26. Oktober 2001
Zum Thema Selbständigkeit Interessanterweise bzw. Erschreckenderweise stelle ich bei C***** momentan (d.h. in den seltenen Momenten, in denen wir uns sehen und "offen" sprechen) eine ungeheure Unsicherheit fest. Tränenausbrüche aufgrund der Gretchenfrage nach beruflicher Motivation? Irgendwas stimmt da doch ganz & gar nicht! Angst? Ja, Sorge und Angst! Die Frage, ob sie sich beruflich umorientiert (oder dazu aktuell überhaupt die Gelegenheit besteht), verwirft sie mit der Aussage, dass sie sich aktuell außerstande sieht, sich zu verkaufen, dass sie absolut kein Zutrauen in ihre eigenen Fähigkeiten hat. Und dann wieder auf mich gemünzt: Kann, darf, soll ich versuchen zu helfen? Das Thema ansprechen? Momentan tendiere ich zu einem "sachlichen, neutralen" Gesprächsangebot. Werde hoffentlich vorher noch mit ihren Eltern sprechen. Da haben letzte Zeit ja auch Gespräche stattgefunden. Vielleicht können wir gemeinsam das Bild von C***** um wichtige Facetten erweitern. (Und, wo sind wieder die Ratgeber, die mir von diesen Überlegungen abraten?) [kellers, 21:08 · referenzieren · ] Datings? In dieser Woche hat sich zumindest ein reger Mail-Verkehr entwickelt. Und daneben auch einige Kontakte über den normalen Brief / Chiffre-Weg. Spannende Unterhaltung, wobei mich meine aktuellen Lebensumstände arg beuteln. Die einfache Frage "Wo wohnst du denn?" setzt mich der Schwierigkeit einer Beantwortung aus, die doch erheblich Zweifel & Ängste konnotiert. Wohne im Westend und suche aktuell; ziehe wahrscheinlich in die City-West. Da schließt sich sofort das Wieso, Weshalb, Warum an. Und die Beantwortung. Holpert doch ganz schön! ZENSUR **** *** ** ******** ********, **** *** ** *** ******* ****** **** *****, ***** ***** ********* *** *** *** ***** **** *** ***** **** (***** ********** *** ******** **** *** ******) **** ****** ******** ***, **** *** *** ******* *********** *** *** *** *** ******* *****. Dann als Zugabe das Zugeben, dass man sich davon auch eine Loslösung erhofft? Und somit impliziert, dass diese Loslösung meinerseits noch nicht erfolgt ist. Dass man sich davon auch Selbständigkeit und damit verbundene Attraktivität erhofft? Und damit den aktuellen Mangel an Selbstbewusstsein konstatiert. Schwierig, schwierig! Des Dichters Aug', in feinem Wahnwitz rollend! Ist doch eine schöne Textzeile aus Wielands Shakespeare-Übersetzung des Sommernachttraums. So ist es mir zumindest gelungen, die lange Weile seit dem letzten Eintrag nicht uns unermessliche wachsen zu lassen. Die Wohnungssuche nimmt konkrete Formen an. Mit etwas Glück findet das Thema am Montag seinen Abschluss. Daumen drücken! [kellers, 21:05 · referenzieren · ] Dienstag, 23. Oktober 2001
Immer wieder Dienstags Heute nachmittag wieder die allwöchentliche Sitzung mit C*****. Herunterziehend, auch wenn ich mich ehrlich für sie freue, wenn sie glücklich und frisch verliebt ist. Aber ich mache mir ernste, tiefe Sorgen, wenn sie dann im Anschluss fast in Tränen ausbricht, weil sie sich momentan selbst nichts zutraut, andere sie der Unmotiviertheit bezichtigen (was — wie ich mir vorstellen kann — auch recht rüde geschieht). Und parallel darf ich mir es nicht erlauben, ihr mein Mitgefühl auszudrücken. Sie muss da jetzt alleine durch. Gleiches gilt in stärkerem Maße für mich: C***** hat schon recht, wenn sie meint, ich würde attraktiver, wenn ich einen eigenen Freundes- und Bekanntenkreis hätte, von anderen begehrt würde. Nur selbst der erste Punkt ist nicht so ohne weiteres zu erreichen. War der letzte Samstag im Depot ein erster Schritt? In die richtige Richtung? Wohlgemerkt: Das sind zwei unabhängige Fragen!) Ich stecke insgesamt in einer ziemlichen Zwickmühle: Auf der einen Seite das Loslassen-Lernen-müssen, auf der anderen Seite die Sorge um C*****. Wirkliche, echte Sorge. Überraschende Feststellung, dass es mir aktuell (verhältnismäßig) gut geht. Meine Kontakte zu Freunden & Bekannten scheinen insoweit noch zu funktionieren, ohne das ich zur Last falle. Noch überraschender: Es tut mir teilweise gut, über meinen aktuellen Status nüchtern und sachlich zu sprechen. Beispiel: Suche eigene Wohnung nach Trennung. Trotzdem überlege ich, ob ich nicht mit der Lektüre von Sigmund Freuds Traumdeutung beginnen sollte. Dummerweise neige ich nicht zum Träumen?! Oder zumindest erinnere ich mich meiner Träume nach dem Aufwachen nicht mehr. Sollte ich vielleicht doch häufiger & länger schlafen? Aber dann verpasse ich einfach zuviel! [kellers, 21:01 · referenzieren · ] Was ich aktuell lese Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich mich noch immer an der Sonderlieferung des Bargfelder Boten mit Dokumenten und Studien zu Zettels Traum von Arno Schmidt abarbeite. Immerhin kürzlich noch mit Überraschung gelesen (in der Literaturbeilage der Zeit zur Frankfurter Buchmesse), dass Hermann Broch Verehrer von Arno Schmidt war. [Aus dem Briefwechsel zwischen Broch, seiner Frau und Celan] [kellers, 21:00 · referenzieren · ] Nächste Seite |
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