| frapp.antville.org | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| frappieren swV. 'in Erstaunen versetzen, befremden', sondersprachl. Im 18. Jh. entlehnt aus frz. frapper (wörtlich: 'schlagen'), aus frk. *hrapon 'raufen, raffen', zu ahd. *raffon (dass.). Die Bedeutungsentwicklung hin zu 'entfremden' wohl auf Basis des Überraschungseffektes eines plötzlichen Schlages (vgl. ne. striking). | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Donnerstag, 29. November 2001
Allgemeines zum Tage Lese immer wieder von irgendwelchen Würmer & Viren (kein Milzbrand). Und sogar die Tagesschau berichtet über deren (zweifelhafte) Erfolge. Eben mit C***** darüber ge-e-mailt, dass mir diese Informationsflut (Steigerung: Informations-Tsunami, Informations-Sintflut) langsam auf den Keks geht! Wo bitte geht's zur nächsten Arche? Also: Anrufe auf meine (meines Erachtens durchaus intelligent-charmanten) Chiffre-Antworten habe ich bisher nicht erhalten. Vielleicht am Wochenende wieder auf in die Arena (=Disco?). Gut möglich! [kellers, 23:31 · referenzieren · ] Dienstag, 27. November 2001
Nachdenken über A*** Gefahr & Eifersucht Warum ist das Leben so ungerecht? Aber der gestrige Abend hat mir gezeigt, dass auch scheinbar erfüllte Leben ihre Brüche und Risse tragen. Wünsche A*** Alles Gute! Warum dauern Antworten auf Anzeigen selbst mit modernsten elektronischen Medien so lange? Bin ungeduldig! [kellers, 23:30 · referenzieren · ] Über Sicherheit, Vertrauen und Einengung Es ist schon verwunderlich, wenn in diesen modernen Zeiten (gibt's eigentlich auch andere?) das Sozialleben über diese einfachen Begriffe stolpert. Was bedeutet gegenseitiges Vertrauen, wenn auf bei einer Empfängerseite dieses Vertrauen (oder diese Vertrautheit) in ein subkutanes Gefühl der Einengung umschlägt? Falsch verstandenes Vertrauen: Als Stillhalten, Ertragen, (Kohl'sches?) Aussitzen. Aber "verwunderlich" stimmt nicht: Besser bedauerlich! Denn es ist ja nicht einfach so, dass sich Vertrauen und Sicherheit, die man gegenseitig gibt und empfängt, urplötzlich zerrüttet. Vielmehr kommt es zu einer schleichenden Erosion von aktivem Vertrauen in passives Aushalten. Trauer um diese Entwicklung, gekoppelt mit der Frage nach dem Zeitpunkt der Unumkehrbarkeit. Wäre es mir / uns möglich gewesen, uns diesem Abgleiten entgegen zu stemmen? Ich bin ohne Antwort. Oder ist nicht vielmehr so, dass dieses "Tal der Tränen" erst durchschritten werden muss. Nachher wieder dienstäglicher Jour fixe! [kellers, 23:28 · referenzieren · ] Montag, 26. November 2001
In the Mood Trübkaltes, nasses Novemberwetter und mir fehlt die sinnvolle Beschäftigung. Mein Alltag ist geprägt durch das Irrlichtern zwischen verschiedenen Optionen, etwas zu unternehmen, sich zu beschäftigen. Aber das Ergebnis sieht recht dürftig aus. Ich kann nicht mal behaupten, in irgendeinem Trott zu versinken. Gerade das Fehlen dieses Trotts ist es, was mir Sorgen bereitet. Vor der Möglichkeit organisierter Beschäftigung scheue ich dann gleichzeitig auch wieder zurück. Aber jetzt das Positive: Ich werde am Mittwoch umziehen und am gestrigen Sonntag habe ich immerhin schon meine erstes Bier in der neuen Wohnung getrunken. Auch eine Art, heimisch zu werden?! Leider muss ich aber auch feststellen, dass meine Entscheidungsfreude aktuell wenig entwickelt ist. Ich renne seit Tagen mit meinen Vorstellungen von anzuschaffenden Möbeln herum und wage deren Bestellung nicht. Ehrlich gesagt graut mir vor der Vorstellung, dass ich die nächsten Wochen (ca. fünf bis sechs) in einer fast kahlen, unbehaglichen Wohnung zubringen werde. Aber genau in diesem Punkt liegt der Lösungsansatz: Einfach wenig Zeit in der Wohnung, viel Zeit unter Leuten verbringen! Irritiert über die plötzlichen Katastrophen des Lebens. Bekannte sucht dringend nach Beziehungseskalation Unterschlupf. Da geht's mir (und C*****) ja noch Gold. Auf der einen Seite sehnt sich der Mensch nach Partnerschaft (zumindest im Regelfall), auf der anderen immer diese Beweise, dass der Mensch für die Partnerschaft nicht geschaffen ist. Was soll das alles bloß? [kellers, 23:25 · referenzieren · ] Harry Potter-Mania am Wochenende 1 nach Filmstart. Ich boykottiere (wie ich auch schon keines der Bücher gelesen habe)! [kellers, 23:24 · referenzieren · ] Donnerstag, 22. November 2001
Schweigsamer Schwätzer Bin ich's oder bin ich's nicht? [kellers, 23:23 · referenzieren · ] Nachtrag Wladimir Kaminer veranstaltet in Berlin wirklich Russendiskos. Zusammen mit einem Freund und seiner Frau. Die beiden Männer übernehmen das Organisatorische, seine Frau, die aus Grosnij stammt, die Security. Die Herkunft ist da ja wohl ausreichende, augenzwinkernd verkaufte Qualifikation! Gestern auf einer Lesung Wladimir Kaminers (Russendisko, und kürzlich Militärmusik) gewesen. Sehr hübsch, diese sehr russisch intonierten Geschichten aus dem Berlin von 1991ff. Ich wollte mir eine ganze Menge der wirklich abstrusen Geschichten merken, aber irgendwie ist wieder (fast) alles weg: Witzig die eine Geschichte über einen russischen Programmierer in Berlin, der seine Deutschkenntnisse, die sich auf´den Radiospruch "und tschüss bis es wieder heißt: Popmusik" beschränken, erweitern will. Er kommt auf die Idee, es mit einem Kurs Fremdsprache per Halluzination zu versuchen. Der Beipackzettel listet drei verschiedene Nebenrisiken aus: Erstens: Die Fremdsprachenkenntnisse stellen sich nicht ein. Empfehlung: Weiter versuchen, man war wohl nicht entspannt genug. Zweitens: Man lernt eine Fremdsprache, die aber keiner erkennt. Empfehlung: Man wende sich vertrauensvoll an den Hersteller des Kurses. Drittens: Man lernt eine andere Fremdsprache, als die gewollte. Empfehlung: Man soll doch froh sein. Das Ende der Geschichte wird hier natürlich nicht verraten. Da heißt es jetzt wohl nur, auf die Veröffentlichung warten. [kellers, 23:21 · referenzieren · ] Dienstag, 20. November 2001
Philosophieren (filosofieren?) über die neue Adresse, den neuen Straßennamen: Ohmstraße = Straße des Widerstands?! Gestern große Teile meiner kleinen Handbibliothek in das neue Domizil verschifft. Tendiere dazu, meinen Buchbestand in Kubikmetern abzuschätzen (mein Rücken neigt eher zu dem Kilogramm-Maß). Interessante Merkwürdigkeiten, die da aus meiner literarischen Vorgeschichte wieder zum Vorschein kommen. Gottseidank existiert ein Keller für die merkwürdigsten Merkwürdigkeiten. Schweigsamer Schwätzer? Wortmächtiger Wahn(sinn)? Virulenter Vokabulör? [kellers, 23:18 · referenzieren · ] Montag, 19. November 2001
Hhhmmm ... angemessen? Woran messen, was ist der Maßstab? Wo wir schon bei Reaktionskritik und der Royal Albert Hall sind: Die Last Night Of The Proms hat dieses Jahr (am 13. September) die nationalberauschte zweite Konzerthälfte ziemlich entschlackt: Kein Rule Britannia, kein Pomp & Circumstance. Dafür sollte man die Verantwortlichen der Anschläge vom 9. September auch hassen! Nicht uninteressant aber auch der Konzertmitschnitt von Sting in der Toskana (gleicher Sender, fast gleiche Zeit am Samstag). Die doppelte Verneinung zu Beginn des letzten Satzes verweist auf das Faktum, dass das Konzert am 9.11. stattfand. Gequälter Auftakt, sichtliche Verstörung, Wut bei den Künstlern. Richtige Entscheidung? Ich denke ja, zumindest wenn man dann — so wie Sting — angemessene Form und angemessenen Ausdruck findet. Interessant, was Leute mit einem WebLog am Wochenende alles so tun. Anscheinend hat das zweite öffentlich-rechliche deutsche Fernsehen ja mit dem "Swing, when you are winning" Konzertmitschnitt von Robbie Williams in der Royal Albert Hall einen richtigen Quotenhit hingelegt! Siehe Le Sofa Blogger und Malorama. Noch interessanter allerdings, dass auch ich das Konzert angeschaut habe. Sollte mir das jetzt zu denken geben? [kellers, 23:15 · referenzieren · ] Freitag, 16. November 2001
Ohmstraße, ich komme! Termin alleine mit Hr. W********: Wut & Verzweiflung ist objektiv richtig, aber subjektiv scheine ich mich noch (?) dagegen zu wehren. Und jetzt? Warum finde ich mich selbst lächerlich? Und ist dem überhaupt so? Erfolg mit der Transformation von FW auf den Palm gehabt! Probleme gibt's natürlich mit der teilweise mehrspaltigen Setzung einzelner Episoden. Und mein aktueller Reader unterstützt leider keine Dokument-interne Suche. Experimentiere jetzt mit iSilo. [kellers, 23:14 · referenzieren · ] Hhmm, gerade noch ein wenig am Blogger-Template gewerkelt Mal schauen, ob sich damit die Breite der Textspalte erhöht. [kellers, 23:13 · referenzieren · ] Dienstag, 13. November 2001
Morbus C***** Gestern (siehe unten "viel Wein") einen wirklich netten Abend verlebt (verlebert?). Normalität hält Einzug. Und gegenseitige Öffnung. Uns geht es beiden nicht prächtig, wir erkennen aber zunehmend unser "Selbst". Auch C***** knabbert an ihren Selbstzweifeln. Hoffe, sie geht nicht kaputt daran. Merkwürdig, aber ich halte mich aktuell für stabiler. Wenn wir diesen Zustand (Status) halten können, wäre das wunderschön! Auch wenn ich nicht jedesmal soviel offenbaren werde wie am gestrigen Abend. Aber wie oben schon erwähnt: Spuren (?) von Normalität. deliver = entlebern? Zum Hintergrund: Gestern (zu)viel Wein und heute noch ein wenig an der Palm-Version von Finnegans Wake gearbeitet. [kellers, 23:11 · referenzieren · ] Freitag, 9. November 2001
Professionelle Trödelei Heute neben der Arbeit die mir liebsten Blogs gescannt. Auch bei denen finden sich nicht tagtäglich Perlen, aber eine gute "Schreibe" haben sie schon. Die Vorstellung eines kollektiven Tagebuchs, oder besser Notizbuchs, gefällt mir außerordentlich. Immer in der Lage sein, mit Kurz(des)information neue Gedankengänge anstoßen zu können, teilhaben an kruden Gedanken, Kopfschütteln. Sehr nett. Und die Desintegration der Gesellschaft? Nein, ich glaube nicht, das Blogging in die (wörtlich zu verstehende) Asozialität führt. Man denkt nur anders, wenn man parallel (oder zumindest in near-time) versucht, seinen stream of consciousness schriftlich (eigentlich ja auch nur elektronisch) zu fixieren. Am Sonntag noch einer Nachlese des ücherherbstes gelauscht. Ein Lehrer der Buchhändlerschule stellte so seine Sicht auf die Erscheinungsflut vor: Hübsch, wie dort Robert Gernhardt sowohl den Opener als auch das Grande Finale bestreiten durfte. Danach noch zuhause geschlunzt, die Terrasse wieder freigelegt ... Müßiggang! Nachschlag im Weblog und schon stellt man wieder fest, wie lange es schon wieder her ist, dass man seinen letzten Sermon abgesetzt hat. Naja, das Wochenende war sonnig, aber erlebnisarm. Letzteres ist vor allem meinem Reizhusten geschuldet, da sich jetzt langsam auf den Rückzug begibt. Dabei natürlich wieder ergebnisloses Grübeln über Morbus C*****. Die üblichen Stichworte: Betrug, Vertrauensbruch, Isolationismus ... nein, Letzteres ist neu! [kellers, 23:08 · referenzieren · ] Technischer Kram Mal schauen, ob es jetzt wieder funktioniert. Generell bin ich aber sehr zufrieden mit Blogger. Shit, das Posting funktioniert aktuell nicht korrekt. What's going on here?! [kellers, 23:07 · referenzieren · ] Nächste Seite |
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