| frapp.antville.org | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| frappieren swV. 'in Erstaunen versetzen, befremden', sondersprachl. Im 18. Jh. entlehnt aus frz. frapper (wörtlich: 'schlagen'), aus frk. *hrapon 'raufen, raffen', zu ahd. *raffon (dass.). Die Bedeutungsentwicklung hin zu 'entfremden' wohl auf Basis des Überraschungseffektes eines plötzlichen Schlages (vgl. ne. striking). | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Mittwoch, 11. September 2002
Jahrestage VI 11.09.2001: Nach den ersten Informationen und Meldungen ging in dem Lounge genannten Großraumbüro die Suche nach neuen und aktuelleren Informationen los. Neuigkeiten wurden von Schreibtisch zu Schreibstisch rapportiert. Die Antwortzeiten der Newsserver gingen ihn die Knie. Lange Zeit war www.bild.de am besten zu erreichen. Da war Informationssucht schon der Sensationslüsternheit gewichen. [ak, 20:09 · referenzieren · ] Jahrestage V Kundenbesuch im Gebäude einer amerikanischen Bank. Den reservierten Parkplatz in der Tiefgararage erreichten wir erst nach eigehender Inspektion unseres Autos: Kofferraum und Motorhaube öffnen, Unterbodenspiegel, Überprüfung der Personalausweise, "Könnten Sie bitte Ihre Tasche öffnen?", Metalldetektoren. Vom Treppenhaus im 13. Stock konnte ich meinen nahen Balkon erkennen. [ak, 18:32 · referenzieren · ] Jahrestage IV «My sister moved to Brooklyn on the night of Sept. 10. On the morning of the 11th, she and her best friend coped the best way they knew how: They climbed to their roof with a bottle of tequila, watched the towers burn, and toasted the day with a black-humor contest. Whoever could think of the grimmest, ugliest, most horrifying joke would win. My sister called out, "To an unobstructed view of lower Manhattan!" and tossed off her tequila. The winning toast turned out to be, "To employment opportunities in the New York Fire Department!"» [via Salon] [ak, 17:43 · referenzieren · ] Jahrestage III «The night of Sept. 10 I had an amazing one-night stand with a hot, swarthy Middle Eastern man. I lived in Battery Park City at the time. The next morning, we gazed at my spectacular view of the World Trade Center. The last thing I said to him was, "The R train? Just walk toward those two towers." Fifteen minutes later the first plane struck. I spent the whole day thinking (among other things), He did say he was Israeli, right? I didn't just fuck a terrorist, did I? I hope he made it out!» [via Salon] [ak, 16:42 · referenzieren · ] Jahrestage II Gestern noch mit M****** darüber gewitzelt, meine Digitalkamera mit in das Büro zu nehmen. Einzigartige Chance auf großartige Aufnahmen aus dem 21. Geschoss von der Frankfurter Skyline. [ak, 15:41 · referenzieren · ] Jahrestage I «My husband and I were playing Jenga afterward. When the Jenga collapsed, I shouted "North Tower." Then the second round of the game, we shouted, "South Tower." Now we don't call it Jenga anymore. We call it North Tower.» [via Salon] [ak, 15:25 · referenzieren · ] Dienstag, 10. September 2002
Mind the Gap, please Das politisch korrekte Haus, in dem momentan arbeite, betreibt auch einen Fahrstuhl für Sehschwächere. Jede Türöffnung wird mit einem metallischen «Die Tür öffnet» kommentiert. Schriller ist diese Elevator-Story. [ak, 22:50 · referenzieren · ] Montag, 9. September 2002
Thematische Entleerung Wie entleert sitze ich an meinem Arbeitsplatz. Der benachbarte Austausch über das vergangene Wochenende (Golf) und nächste Projekte — sie sprechen wirklich von Projekten — (Reiten lernen) scheut keine Entblödung. Meine Nachbarin, blaues Blüschen mit weißen Manschetten und Kragen, fingernagelt auf der Laptop-Tastatur und stiert stutig auf den Bildschirm. Mir fällt nichts ein. Außer: Etwas ätzen. Getan. Jetzt geht's besser. [ak, 13:11 · referenzieren · ] Sonntag, 8. September 2002
Scheitern in Schönheit «Mathematicians are as human as you or me, even if they often have funny looking hair or peculiar habits.» Versuch des Salons unter dem Titel "Math = Beauty + Truth / (really hard)", die aktuellen Fields-Medaillen-Preisträger zu portraitieren. In der Zeit widmete Christoph Drösser dem Thema ebenfalls eine Viertelseite. Schwer vermittelbar, die Ästhetik eines kommutativen Diagramms, der Reiz eines eleganten Beweises. Mathematik ist eine solipsistische Kunst. [ak, 10:12 · referenzieren · ] Kanalüberquerung Die frühsommerliche Walserdebatte ist jenseits des Ärmelkanals beim Economist angekomen: «IT CAN often seem that the only sure way to get a new novel to the attention of the German reading public is a publishing row or literary scandal. This presumably was not what Frank Schirrmacher, the literary editor of Frankfurter Allgemeine Zeitung, intended, when in May he explained in his page — not that anyone had asked — why the paper wouldn't be serialising Martin Walser's latest novel, "Tod eines Kritikers" (Death of a Critic)» Und wird mit klarem Urteil sofort wieder abgeschlossen: «"Death of a Critic" is an atrocious book, so bad that not even Mr Reich-Ranicki could have wished it worse. (...) Meanwhile Mr Reich-Ranicki may even be regretting his frequently made observation that a writer need not take the trouble to write a good book if his publishers can make so much money with a bad one. Sales of "Tod eines Kritikers" are said to be upwards of 150,000.» [ak, 09:28 · referenzieren · ] Samstag, 7. September 2002
Musikalisches Schmarotzertum Kennt bestimmt schon die ganze Welt, aber für den Rest der Hinweis auf die interessanten Kompilationen der Tonspione. Mal was anderes auf die Ohren. [ak, 23:57 · referenzieren · ] So klingt der Samstagnachmittag Arto Lindsay, Invoke John Zorn, The Gift Uri Caine, Rio [ak, 17:30 · referenzieren · ] Freitag, 6. September 2002
Start in's Wochenende Mit Spaghetti Vongole und Whiskey (mit "e", da irisch) ... [ak, 17:38 · referenzieren · ] Donnerstag, 5. September 2002
Befremdlich, befremdlich Bloggerszene, wie ich dieses Wort schon hasse! In seinem Artikel "Herbeihalluzinierte Gestaltungsspielräume" in der Teleopis mit dem Untertitel "Die kommende Bundestagswahl und die Bloggerszene" bekundet Herr Hammerschmitt Enttäuschung darüber, dass diese sogenannte Szene "angesichts der dunklen Bedrohung aus Bayern" nicht über "Alternativen zum Immergleichen" nachdenke, obwohl "eines der mächtigsten mächtigsten Kommunikationssysteme der Geschichte" in den Händen haltend. Große Worte! Marcus Hammerschmitt, selber mit concord.antville.org ein Teil dieser Szene, referenziert die üblichen Verdächtigen & Geschätzten vom Ameisenhügel, von mir gern gelesene Nachbarschaft, um zu seinem enttäuschten Resümee zu kommen. Für meinen Geschmack etwas zuviel an Pathos, etwas zuviel an Überhöhung. Zudem stieg mir der unangenehme Geruch von konstruierter Vereinnahmung, programmatischer Einengung der "Bloggerszene" in die Nase. Die "Bloggerszene" als basisdemokratischer Geheimzirkel? Eher doch wohl eine Vielzahl an Zirkelchen mit noch mehr Schnittmengen und viel Platz für Informatives, Interessantes und Absonderliches, Bemerkenswerstes und Abstruses; ein buntes Völkchen. Und ja, dieses Lamento über nur graduelle Unterschiede zwischen den Kandidaten sowie deren Parteien klingt auch immer wieder in meinem Ohren. Grau-Grau statt Gut-Böse, die bundesrepublikanische Konsenssoße. Mir reichts, wenn ich aus den (durchaus) vorhandenen (wenn auch nur graduellen) Unterschieden meine Wahlentscheidung ableiten kann. Und das kann ich. Und das ist gut so. Mögen andere anders sehen, aber an irgendwelchen Szenen liegt das nicht. [ak, 16:47 · referenzieren · ] Nächste Seite |
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