| frapp.antville.org | |
| frappieren swV. 'in Erstaunen versetzen, befremden', sondersprachl. Im 18. Jh. entlehnt aus frz. frapper (wörtlich: 'schlagen'), aus frk. *hrapon 'raufen, raffen', zu ahd. *raffon (dass.). Die Bedeutungsentwicklung hin zu 'entfremden' wohl auf Basis des Überraschungseffektes eines plötzlichen Schlages (vgl. ne. striking). | |
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Montag, 5. Mai 2003
NYC, Teil XXI: Aneignung durch Wiederholung 04/20/03: Gestern abend mit dem F-Train wieder in das Lower East Village, wieder in's Tonic. Die Aneignung einer Stadt, und sei es nur für kurze vierzehn Tage, geschieht mir durch Wiederholung, durch das Setzen von Fixpunkten. Strukturgebende Maßnahmen. Also [ak, 18:31 · referenzieren · ] NYC, Teil XX: Devotionalien 04/19/03: Chinatown, Litte Italy. Je ethnisch homogener und dem "weißen Amerika" ferner, desto verbreiteter das "Star Spangled Banner" in Schaufenstern und an Türen. Die Aufschrift "Support Our Heroes" lässt nur vermeintlich offen, ob vielleicht die New Yorker Feuerwehrleute nach dem 11. September gemeint sein könnten. In den Bars und Cafés dagegen häufig "No War"-Sticker. Besonders subsersiv scheint mir in einem Fenster das mit Duct Tape vieleckig geklebte Peace-Zeichen. [ak, 17:18 · referenzieren · ] NYC, Teil XIX: Angenehmst auf Abwegen 04/19/03: Wenige Straßen vor der Williamsburg Bridge geht es links in eine Straße, von deren Betreten meine Mutter nichts wissen darf und mein Vater mir abgeraten hätte. Hinterhofwerkstätten, kaum Beleuchtung, links ein Flachbau mit zwei verstaubten, in Aluminium gefassten Glastüren, beklebt mit handkopierten Zetteln zu stattfindenden Konzerten. Das Tonic. Sex Mob: »Trumpeter Steven Bernstein and his madcap crew always create a ruckus with their funked-up jazzparty music.« Meint Time Out. In meiner Erinnerung residiert die Formation auf irgendeiner Knitting Factory-Kompilation. Grund genug, imaginäre Elternsorgen beiseite zu schieben und in die Lower East Side zu fahren. Verhalten beginnend in dem rohen Lagerraum mit abplatzendem Putz an den Ziegelwänden, hölzernen Deckenträgern und als einzigem Konzertsaalattribut einem roten Samtvorhang im Bühnenhintergrund, sind die vier Musiker dann rasant bei der Sache. Steven Bernstein, der Kopf der Band an der Posaune, rechts ahmt der Saxophonist Briggan Krauss die Krümmungen seines Instruments in seiner Körperhaltung nach und der Bassist Tony Scherr konkurriert mit seinem Kontrabass in Korpulenz. Die Instrumente gewinnen. Der Schlagzeuger Kenny Wollesen wirkt mit Brille und schütterem Haar wie ein Neffe von Woody Allen, nur autistischer. Nach anfänglich moderatem Einspielen gerät das Quartett in einen Schwung, der statt Fingerschnippen oder Fußwippen ein dezentes Headbanging adäquat erscheinen lässt. Zur Halbzeit des Konzerts vermehrt sich die Band auf Zuruf in's Publikum um ein Alt-Saxophon und eine Tuba. Familienzusammenführung mit Gastmusikern und Produzenten: Seitdem weiß ich, dass man eine Tuba auch als Megaphon verwenden kann (durchaus lustig) und dass sich das Auslassventil für Kondenswasser auch zupfen lässt (durchaus schrill). Gibt es eigentlich Heavy Jazz? Oder Speed Jazz? Dann war es das. Aber auch mehr. Die Rückfahrt gestaltet sich, jetzt ohne Metroplan unterwegs, etwas kompliziert. Ich kapituliere vor dem Umweg über Brooklyn und dann dem A-Train über Lower Manhattan in das West Village. Und stelle auf dem nächtlichen Gang erstaunt fest, wie nah die Lower East Side meinem zeitweiligen Wohnort ist. [ak, 15:55 · referenzieren · ] Vor 25 Jahren Zu dem Silberjubiläum gratuliere ich nicht: Die erste Spam-Mail wurde vor 25 Jahren versandt. [via BBC] [ak, 12:24 · referenzieren · ] NYC, Teil XVIII: Java N Jazz 04/18/03: Auch ohne Umrechnung von Fahrenheit in Celsius erfordert ein Temperatursturz von über achtzig auf unter vierzig häufige Aufwärmung, trotz Rollkragenpullovers. Ich hangele mich von Café zu Coffeeshop zu Deli. Sitze am Union Square an einer rotbraunen Ziegelwand, dekoriert mit Collagen aus zerissenen Müslipackungen. Fingernagelgroß fragmentiert erinnern sie in Farbspektrum und -verteilung entfernt an die Originale. Bester Cappuccino bislang: Deutliches Kaffeearoma, genossen durch beständig aufgeschlagene Milch. [ak, 10:14 · referenzieren · ] NYC, Teil XVIII: Viel, zu viel 04/18/03: K****** seufzte kürzlich: "Uff, in Frankfurt ist aber viel los!" Und jetzt finden sich in meiner aktuellen Ausgabe der Time Out New York über die nächsten Tage jeweils mehr als eine Anstreichung. Zu viel los, hier. [ak, 08:31 · referenzieren · ] |
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Letzte Meldung: 26.06.12, 16:22
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