frapp.antville.org
frappieren swV. 'in Erstaunen versetzen, befremden', sondersprachl. Im 18. Jh. entlehnt aus frz. frapper (wörtlich: 'schlagen'), aus frk. *hrapon 'raufen, raffen', zu ahd. *raffon (dass.). Die Bedeutungsentwicklung hin zu 'entfremden' wohl auf Basis des Überraschungseffektes eines plötzlichen Schlages (vgl. ne. striking).

Vom Weg abgekommen

Manche Kommunikation nimmt Umwege, die die Botschaft abwegig erscheinen lässt.

[ak,  12:56 · referenzieren ·  ]



Instant-Kommunikation

Mobiltelefon. SMS. Bei mancher Message denke ich wäre es besser, wir lebten noch in Zeiten, in denen Telekommunikation Briefromane entstehen ließ. Andererseits, die Nachricht auf dem Anrufbeantworter (auch nur ein Anrufentgegen- und -aufnehmer) vorzufinden, der Vater sei im Krankenhaus, man möge doch erstens sich keine Sorgen machen, und zweitens zurückrufen! Diese Mitteilung wäre mir direkt über mein Mobiltelefon, mit der Möglichkeit zur Rückfrage, lieber gewesen. Viel lieber. Mütterliche Marter.

[ak,  18:16 · referenzieren ·  ]



K Rulez

Bevor es über das Wochenende nach Double-D geht, noch schnell KK-KKK die Kletterhilfe (»Hallo und Hilfe! Mittlerweile habe ich mich zum zweiten Male registrieren lassen und kann dennoch nichts beitragen bzw. kommentieren????«) reichen: Siehe Kommentar.

[ak,  19:53 · referenzieren ·  ]



Halbrund ist auch 'ne Zahl

Bebildertes Geburtstagsständchen bei ras.ant.

[ak,  16:36 · referenzieren ·  ]



Immer schön sauber bleiben.

Das (Auf)Schreiben entwirrt mir meine Überlegungen. Meine Tippunfertigkeiten sorgen für wohltuende Entschleunigung, ein Mittel zur Gedankenhygiene.

Manchmal stelle ich fest, wie mir eine Meinung unter der Tastatur in ihr Gegenteil kippt. Zwiespältiges Gefühl, darin, dass ich mich lese, Diskussionsstoff zu finden.

[ak,  11:53 · referenzieren ·  ]



Hier & Gestern

Lange Haare, Bikerstiefel, brachiale Lautstärke und Deep Purple-Coverversionen von der Bühne. Erinnerungen kaskadieren durch mein Hirn: Partykeller, fichtenholzgetäfelt mit dreiflammiger Lichtorgel und der etwas verruchte Freund hatte dem heimischen Barschrank, nussbaumfurniert, ausklappbare Front, gehalten durch verchromtes Gestänge, die Rückwand verspiegelt und – der absolute Clou – mit automatischer Beleuchtung, irgendeinen hinterbänklerischen Fusel entwendet. Nachher war einem elend.

Im Publikum viele ergraute Bart- und Jeansjackenträger und Nachgeborene mit desto martialischeren Heavy Metal-T Shirts. Nach der Pause schonen Neuleserin (ein allerherzlichstes Willkomen!) K****** und ich im hinteren Café unsere Trommelfelle und diskutieren Lebensentwürfe. Themen in Zeiten des Redesigns. Zum finalen Smoke on the water zappelt vor der Box eine Blondierte in weißen Top und sandfarbener Cargo-Hose auf einer Beat Per Minute-Basis. Und ich wundere mich über politisch hochaktuelle Camouflage-Mode. Oder ist das noch die Norman Schwarzkopf-Kollektion? Neben uns malträtieren bierbäuchige Ex-Mofarocker ihre Luftgitarren. Deren Schnauzbärte sind jedenfalls klarer Saddam Hussein-Style.

[ak,  16:31 · referenzieren ·  ]



Abgehängt

Ein kaputtes RAM-Modul legt den Ameisenhügel lahm. Und das zu Zeiten, wo ich nicht weiß, wohin mit meinen Gedanken!

Und wieder da. Danke!

[ak,  15:23 · referenzieren ·  ]



Maß und Unangemessenheit

Ich fühle, wie sich meine eigene Wahrnehmung zu höchster Empfindsamkeit spreizt. Von irgendwoher kriecht das Gefühl von Unangemessenheit empor. Passt dieser strahlend blaue Himmel zu diesem Tag? Zeigen die Passagiere in der S-Bahn nicht Zeichen von Ignoranz, wie sie so ihre Tageszeitungen lesen? Ich stehe neben mir und frage mich, ob meine Krawatte dem Termin angemessen ist. Unter meinem Arm die Mappe mit der amtlichen Ladung. Meine eigene Erwartungshaltung erscheint mir von monströser Mickrigkeit. Der Autor meiner Biographie hätte dieses Kapitel schon längst beendet, hätte schon längst die Änderungen, die Neudefinition beschrieben, analysiert, bewertet. Gut so! Formale Schlusspunkte sind von mediokrer Trivialität.

Ich sitze im Büro, den Strahlen der tiefstehenden Morgensonne wird durch Jalousien der Eintritt verwehrt. Der Kaffee wird – unbeeindruckt vom Bevorstehenden – lau. Ist meine eigene Unbeeindrucktheit unangemessen? Nein, eher die falsche Frage zum richtigen Zeitpunkt. Richtig lautet die Frage: "Wie begehe ich diesen Tag?" Die Selbstsensoren heute Mittag wieder auf Normalmaß justieren. Und sich abends zu betrinken ist nicht die schlechteste Antwort. Let's make a point.

[ak,  09:21 · referenzieren ·  ]



Kindische Musikauswahl

Erst ein Knitting Factory-Sampler, dann Wilcos "Yankee Hotel Foxtrot". L***s schelmisches Gesicht unter strohblondem Schopf zeigte ihr deutliches Vergnügen am Durchwühlen meiner Tonträger und der Befütterung der Lade des CD-Spielers. Random Play einer Zweieinhalbjährigen.

[ak,  22:54 · referenzieren ·  ]



Strahlende Heiterkeit

Eine strahlende Sonne umschleicht gleißend meinen Balkon. Der dunkle Winterpullover absorbiert die wärmenden Strahlen. Nur an den nackten Handgelenken spüre ich noch die Frühjahrfrische. Der Weißwein auf dem Bistrotisch funkelt vergnügt in seinem Glas. Sonntägliche Heiterkeit.

[ak,  14:54 · referenzieren ·  ]



Le maleur avec l'ascenseur

Geselligkeitsverächter, dieser Fahrstuhl hier im Haus. Immer defekt, wenn ich Besuch habe. Mutwillige Zuspitzung der Krisensituation – trinkfreudiger Besuch hier oben, Bierbevorratung im Keller.

[ak,  13:10 · referenzieren ·  ]



Das kenn ich doch

Die gestrige Kinovorschau in meinem Lieblingskino war wieder Futter für mein durch keine Theorie beladenes Faible für Weblogs: Andreas Dresens Herr Wichmann von der CDU wurde mit dem ersten Satz aus der Jump Cut-Kritik beworben. Vom geschätzten Hr. Knoerer, der hier auf Antville auch einen Nebenschauplatz betreibt.

Lieblingskino übrigens wegen der Tobias Grau-Leuchten über der Bar, an der man Wartezeiten überbrücken kann, wegen der Winzigkeit des Saales mit dem überdimensionierten aber bequemen First Class-Flugsesseln mit ihren orientalisch gemusterten blau-beigen Bezügen, wegen des Fehlens des üblichen Werbeblocks und der Nutzung dieser Zeit für kleine Vorfilme. Und essen kann man dort auch vorzüglich: Orfeo's Erben, Kino & Kantine.

[ak,  13:22 · referenzieren ·  ]



Die Signale stehen auf Wochenende

»Diese Kriterien unterliegen fachlich induzierter Subjektivität.« Erklärt mir mal einer, was ich hier zusammenschreibe?

[ak,  17:10 · referenzieren ·  ]



Kranballett

Durch das bodentiefe Fenster zwischen den Aufzügen fällt mein Blick auf das chaotische Muster aus dunkelbraunen Verschalungen, grauen Betonflächen, orangenen Stützstempeln und gelbbehelmten Drahtflechtern auf ihren rostfarbenen Matten. Am Rand der Baugrube spiralt die Tiefgaragenabfahrt. Unter mir drehen sich die triagonalen Stahlstrukturen der Kranausleger. Rätselhafte, ziellos scheinende Choreografie.

[ak,  11:59 · referenzieren ·  ]


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