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| frappieren swV. 'in Erstaunen versetzen, befremden', sondersprachl. Im 18. Jh. entlehnt aus frz. frapper (wörtlich: 'schlagen'), aus frk. *hrapon 'raufen, raffen', zu ahd. *raffon (dass.). Die Bedeutungsentwicklung hin zu 'entfremden' wohl auf Basis des Überraschungseffektes eines plötzlichen Schlages (vgl. ne. striking). | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Mittwoch, 23. Januar 2002
Der Reiz des Konjunktivs Wie würde der Herr der Ringe aussehen, wenn andere Regisseure ihn verfilmt hätten? [im durcheinander gefunden]
[kellers, 09:04 · referenzieren · ] Dienstag, 22. Januar 2002
Sich selber finden? Und wie finde ich mich? Alexander weiß (richtigerweise) folgendes: "Fast mein Alter, lebt in Frankfurt, hoert gern Jazz, hat Mathe studiert" [kellers, 23:55 · referenzieren · ] Über den Müßiggang [Oder: aus gegebenem Anlass zitiert aus Michel de Montaigne, Essais, Buch I, Essay 8]: Wie wir auf brachliegenden Äckern, wenn sie fett und fruchtbar sind, tausenderlei Unkraut wuchern sehen und wir sie deshalb, um sie urbar zu erhalten, für bestimmte Samen aufnahembereit und so uns dienstbar machen müssen; und wie wir die Frauen zwar ganz allein Haufen und Klumpen unförmigen Fleisches aus sich hervorbringen sehen, sie jedoch, soll eine gute und der Natur gemäße Fortpflanzung erfolgen, ebenfalls der Bestellung mit einem bestimmten Samen bedürfen — so verhält es sich auch mit dem Geist. Beschäftigt man sich nicht mit einer bestimmten Aufgabe, die ihn zügelt und an die Kandare nimmt, jagt er im weiten Feld der Phantasie bald diesem nach, bald jenem:
Kein Hirngespinst gibt es, kein Wahngebilde, das er in diesem Zustand der Erregung nicht hervorbrächte,
Die Seele, die kein festes Ziel hat, verliert sich, denn es heißt:
Als ich mich neulich nach Hause zurückzog, entschlossen, mich zukünftig soweit wie möglich mit nichts anderem abzugeben, als das Wenige, was mir noch an Leben bleibt, in Ruhe und für mich zu verbringen, schien mir, ich könnte meinem Geist keinen größeren Gefallen tun, als ihn in voller Muße bei sich Einkehr halten und gleichmütig mit sich selbst beschäftigen zu lassen — hoffte ich doch, daß ihm das nunmehr, da er mit der Zeit gesetzter und reifer geworden ist, leichter fallen werde. Nun aber sehe ich, daß umgekehrt
wie ein durchgegangenes Pferd macht er sich selber heute hundertmal mehr schaffen als zuvor, da er für andre tätig war; und er gebiert mir soviel Schimären und phantastische Ungeheuer, immer neue, ohne Sinn und Verstand, daß ich, um ihre Abwegigkeit und Rätselhaftigkeit mir mit Gelassenheit betrachten zu können, über sie Buch zu führen begonnen habe. So hoffe ich, ihn mit der Zeit dahin zu bringen, daß er selbst sich ihrer schämt. [kellers, 23:01 · referenzieren · ] Absage von M***** Und heute weder Bodega noch Weinkontor ... Schade! [kellers, 20:35 · referenzieren · ] And the winner is ... Gotteskrieger! Die Gesellschaft für deutsche Sprache hat die Unworte des Jahres 2001 gewählt. Die weiteren Plätze werden belegt durch Kreuzzug sowie Topterrorist Passt ja exzellent zum Wort des Jahres Der 11. September! Aber wo ist denn dann die Abgrenzung von Unwort zu Wort des Jahres? Der Wortmetz zeigt sich persönlich verwirrt! [kellers, 13:25 · referenzieren · ] Houellebecq in Frankfurt Am 12. Februar im Bockenheimer Depot. Bei rounders gefunden. Weblogs als alternative Veranstaltungskalender? Aber Jameson? Da gibt's doch Besseres! [kellers, 11:29 · referenzieren · ] Martin Mosebach ist auch ein Name, den man nicht unbedingt tragen möchte. Aber hinter diesem Namen steckt ein leidlich witziger, antiquiert daherkommender Frankfurter Autor. Die gestrige Lesung von ihm im Schauspiel Frankfurt war jetzt sicher nicht das kulturelle Ereignis des Jahres, aber die gelesenen Szenen aus Der Nebelfürst, seinem letzten, in der Anderen Bibliothek des Eichborn Verlags erschienenen Buch machten Lust auf diese Leseentdeckung. Im nachfolgenden Gespräch mit einem Verantwortlichen des Schauspiels (typische Künstlerkluft: Schwarze Lederhose, derbes Schuhwerk, grober grauer Rollkragenpullover und ein schwarzes Wolljacket; natürlich kurz-rasierte Haare) kam es dann zu so hübschen Sentenzen wie "Athletenstück mit der Bankiersgattin" (aus einem Brief des Original-Protagonisten, in dem es um eine seiner Affären geht); auch "Pubertäre Verdauungsbeschwerden" hofft man doch gleich der Wiederverwendung zuführen zu können. Und über seinen Stil als Dichter und Opernlibrettist: "Jeder erdenkliche Versfuß trippelt, oder latscht durch den Text." War schon nett (und umsonst: abgesehen von dem Glas Gavi di Gavi) [kellers, 10:19 · referenzieren · ] Sonntag, 20. Januar 2002
Und mal wieder Selbsterfahrung Werden ja zu einem richtigen Trend. Aber wenn meine Diagnose dann noch Mojito lautet? Fühl mich ertappt! [hier gefunden] [kellers, 20:06 · referenzieren · ] Überhöhungen Treffende Feststellung von M******: Mit der Überhöhung von Ereignissen, Aussagen, Treffen nimmt man sich die Möglichkeit des unbeschwerten Genusses. Trifft wohl auf mich zu. Und dabei muss ich mir parallel die Augen reiben, dass solches Thema einer Unterhaltung zwischen uns sein kann. Das unangenehme dieser Erkenntnis war auf's angenehmste mit einigen Gläsern Rotwein (Chilenischer Cabernet Sauvignon, M******) und Weißwein (Italienischer Lugana, ich) verknüpft. Vielleicht am Dienstag auch mit M***** in das Bockenheimer Weinkontor? [kellers, 19:30 · referenzieren · ] Sonntägliche Muße Gestern Ausdauersport auf Ch*******s Party: Erst irgendwann zwischen fünf und sechs wieder daheim gewesen. Zu viel getrunken, ja. Aber nicht exzessiv. Ganz nett und lustig, gepflegte Belanglosigkeiten gewechselt. Stichwort Excessive. Vorher noch den Stoff für meine Stühle ausgesucht und dabei wieder einen Cappucino geschnorrt. Dabei bin ich vielmehr der Expresso-Mensch. Aber immerhin geht die Einrichtung einer vorläufigen Vollendung entgegen. Offener Punkt ist noch ein Regal für meine Bibliothek (a.k.a. Arbeitszimmer). Der Bücherstapel angesichtig zu werden, schmerzt schon. Ist das noch Bibliophilie oder schon Bibliomanie? Zurück zu den Geschehnissen des gestrigen Abends: Bald gibt's wieder eine Party bei H***** und ich habe vorher bei ihm ein Engagement als Koch! Und ich freue mich auf den Stress, dort vier bis sechs Leute bekochen zu dürfen. Muss meinen Buchbestand — womit wir wieder bei der Büchernarretei wären — dringend um einige Kochbücher ergänzen. Für die eigene Ambition wird auch wohl was von Siebeck, Gastrokritiker der Zeit dabei sein. [kellers, 19:12 · referenzieren · ] Freitag, 18. Januar 2002
In eigener Sache ;-) [kellers, 15:55 · referenzieren · ] Selbsterfahrung What Video Game Character Am I? Ergebnis: I am an Asteroid. I am a drifter. I go where life leads, which makes me usually a very calm and content sort of person. That or thoroughly apathetic. Usually I keep on doing whatever I'm doing, and it takes something special to make me change my mind. Hübsche Idee! Bei Paranews gefunden. Zur Ergänzung und zum besseren Verständnis verweise ich dann noch auf diese aktuelle Rezension mit dem schönen Vergleich "Mathematiker sind Leute, für die Mathematik so etwas ist wie für andere eine Seifenoper!" über ein aktuelles Buch von Keith Devlin. Kann auch als mutwillige Überleitung zu Folgendem verstanden werden: [kellers, 15:38 · referenzieren · ] Kinematographische Topologie Sowohl Mulholland Drive als auch Memento erinnern mich in ihrer Struktur an die Kleinsche Flasche, dem dreidimensionalem Pendant zum Möbiusband. Wo dieses kein Oben und kein Unten hat, hat die Kleinsche Flasche kein Innen und Außen, dabei aber in sich geschlossen ohne "Loch". Auf die Filme übertragen die Ununterscheidbarkeit von Anfang und Ende, Wahrheit und Lüge, Realität und Imagination. Offensichtlicher bei Christopher Nolans Memento mit den gegenläufigen Erzählsträngen in Schwarz / Weiß und in Farbe. In dem Film von David Lynch eher in der Szene des Eintauchens in die Blue Box und dem Wiedereintritt in die Handlung(en). Für Details nochmals der Verweis auf die exzellenten Tiefschürfungen zu beiden Filmen bei Salon.com. [kellers, 12:48 · referenzieren · ] Donnerstag, 17. Januar 2002
Bricolage Nachrichtenarme Zeit, aber dann hier mit Entsetzen auf mein letzterlerntes Fremdwort Bricolage gestoßen. [kellers, 14:08 · referenzieren · ] Nächste Seite |
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