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| frappieren swV. 'in Erstaunen versetzen, befremden', sondersprachl. Im 18. Jh. entlehnt aus frz. frapper (wörtlich: 'schlagen'), aus frk. *hrapon 'raufen, raffen', zu ahd. *raffon (dass.). Die Bedeutungsentwicklung hin zu 'entfremden' wohl auf Basis des Überraschungseffektes eines plötzlichen Schlages (vgl. ne. striking). | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Dienstag, 26. Februar 2002
Der eigenen Eitelkeit frönen kann man hier und sich "warholifizieren" lassen. Inklusive der berühmten 15 Minuten Ruhm in der virtuellen Tate Modern! [kellers, 15:20 · referenzieren · ] Botulinum-Toxin A Da trainiert man jahrelang am ausdrucksstarken Faltenwurf auf Stirn und um Mund, um dann zu erfahren, dass in den USA der kosmetische Einsatz von Biowaffen bevorsteht. [kellers, 13:58 · referenzieren · ] Bach, Kafka, Maggi Dazu fällt mir nicht einmal mehr eine "vernünftige" Überschrift ein. Bin heute früh von Chr****** über eine Lesung des Hungerkünstlers von Franz Kafka informiert worden: Gelesen von Dirk Bach, dem Comedy-Pummelchen, im Frankfurter Maggi-Kochstudio? Wo liegt denn dann die Geschmacksverwirrung? Schloß, Proceß & Tütensuppe. Hilfe, mir wird so delirierend! [kellers, 13:37 · referenzieren · ] Zu spät, zu trunken, zu müde Die beiden letzten Einträge hätte ich mir vielleicht doch sparen sollen? Immer diese Hektik, möglichst taufrisch zu schreiben. Ein gutes "Abhängenlassen" dürfte der Qualität sicher zuträglicher sein. Die Lasagne gestern Abend war übrigens sehr lecker. [kellers, 13:35 · referenzieren · ] Fleischgewordenes Worst Case-Szenario Textuelle Duftmarke? Und ob "Seidenstrümpfe" und "Bier" noch funktioniert? 01:47 [kellers, 01:47 · referenzieren · ] So, nun ist es denn passsiert! Es musste ja mal geschehen. Es brannte mir ja schon desöfteren auf der Zunge. Nun ist es also geschehen: Zumindest Chr****** und C***** wissen von der Existenz dieses Tagebuchs. Und sofort durchläuft mich eine Welle des Unbehagens. Unbehagen? Wiederum auch nicht wirklich. Indifferenz? Schwanken?! Egal, das geschriebene Wort gilt, auch wenn ich beiden absolutes Zensurrecht eingeräumt habe. Hat jemand eigentlich ähnliche Erfahrungen mit dem Veröffentlichen seines Tagebüchelns? Zur Wiederholung nochmals einige meiner Prinzipien: Niemals jemanden verletzen. Keine Schmähreden gegen wen-auch-immer. Niemals Einträge verfassen nach zu vielen Flaschen Wein (ich verstoße gerade dagegen). Aber Wein möchte ich an dieser Stelle auch nicht missen (in anderen Situationen auch nicht)! [kellers, 01:36 · referenzieren · ] Montag, 25. Februar 2002
Highspeed Literature Launige Literaturkonzentrate! Kondensierte Kinematographie. [via netbib] 12:07 [kellers, 12:07 · referenzieren · ] Samstag, 23. Februar 2002
Museale Ergötzlichkeiten Selten, dass mir das bei der Lektüre des Feuilletons der Zeit passiert: Besuchswille hervorrufende Ausstellungsbesprechungen. Erstens — und einfacher zu realisieren — die Ausstellung Frequenzen [Hz] in der Frankfurter Schirn. Zweitens dann die Ausstellung des Fotokünstlers Andreas Gursky im Pariser Centre Pompidou. [kellers, 15:50 · referenzieren · ] Freitag, 22. Februar 2002
Fundsachen Heinrich Hoffmann von Fallersleben, 9. Mai 1841 aus Unpolitische Lieder, II. Teil: Unfruchbar Du möchtest allen alles ein! Konservativ und liberal, Aristokratisch, radikal, Und demagogisch auch einmal. In der ersten Zeile scheint ein S zu fehlen. Merkwürdigerweise fehlt es auch hier. Da dann auch Hintergründiges und Tiefschürfendes zur deutschen Nationalhymne. [via mosaikum] [kellers, 12:21 · referenzieren · ] Ein Grund, warum ich schreibe In der aktuell wieder aufgefrischten Diskussion über die mediale Wahrnehmung des "Bloggens" fehlt mir ein Aspekt, der für mein elektronisches Tagebücheln wichtig ist: Das Aufschreiben von Gedanken, Einfällen, Ereignissen führt durch das Aufschreiben zu einer Konkretisierung und Verifizierung des Gedachten. Aufgrund von Neugier und Interesse sehe ich mich einer Informationsflut ausgesetzt, die zwar durch mein Interessenprofil gefiltert wird. Diese Filterung und Aussortierung wird parallel aber durch durch die Charakteristik des Mediums Internet, der instanten Verfügbarkeiten und des just one click away, konterkariert. Hier setzt nun bei mir der Effekt einer zweiten Filterung ein: Die Bewertung bezüglich des Bewahrenswertes: Und ein privates "Weblog" enthebt einen jedweder Einschränkungen zu Inhalt und Form. Folglich bleibt als einziges Kriterium die persönliche Ambition, die eigene Informations- oder Unterhaltungswertschätzung. Ist diese Hürde genommen, setzt ein zweiter, positiver Effekt ein: Eine Informationsverdichtung und Aggregation, bei mir auch dadurch hervorgerufen, dass ich langsamer schreibe als spreche oder gar denke. Diese Geschwindigkeitdifferenzen führen dazu, dass der Kopf Zeit gewinnt, das Geschriebene zu hinterfragen, zu verifizieren. Und natürlich aus dem Geschriebenen heraus auf Bezüge, Querverweise zu lauschen. Diese Hinterfragung des Kontextes ist dann der Moment, das gerade Geschriebene auch in diesen Kontext zu setzen, zu verankern. [Einschub: Warum heißen "Links" eigentlich nicht Anker? Wäre doch die naheliegende Übersetzung von HTML <a href="..."> ... </a> ins Deutsche?] Diese Einbettung in einen Kontext ist gleichsam die schützende, wärmende, energiespendende Fettschicht um den einzelnen Eintrag. Für das durch mich Geschriebene bedeutet diese Einbettung — wie im richtigen Leben — eine Geschmacksverstärkung, die Anreicherung um Aromen. Und um weiter in dieser Koch- und Lebensmittelmetaphorik zu verbleiben, ergibt sich ein schmackhaftes Gericht nur aus dem ausgewogenen Zusammenspiel guter Grundzutaten und der Akzentuierung durch ausgewählte Gewürze und Kräuter. Ich wünsche einen Guten Appetit! Aber im Ernst: Warum ich schreibe? Immer in der Hoffnung auf ein interessantes Gericht. Und zuallererst muss es mir munden. [kellers, 08:44 · referenzieren · ] Mittwoch, 20. Februar 2002
Y***** Gerade fast zwei Stunden mit Y***** telefoniert. Fazit? Kein Fazit! Kann es das geben? Ein grundsätzliches Verständnis nach wenigen E-Mails und dem Austausch von Photographien? Es deucht reichlich unwahrscheinlich, aber in einem Status eigener Hoffnungs-Vollheit möchte man dieses aber auch gerade nicht missen. Verquer! Für mich fast überraschende Erfahrung, in dem Telefonat (fast) nichts kaputt gemacht zu haben, den Grad der Persönlichkeit gehalten zu haben! Und das alles bei meinem nicht sonderlich trainierten oder geformten Armen. Immerhin ein Y***** wichtiges Kriterium. Und ich weiß, würde ich jetzt wieder ihr mir zugesandtes Photo aufrufen, wäre ich vollkommen verloren. Kann es sein, dass ich zugegeben muss, dass Y***** einfach "schön" ist? Und wenn dem so ist, lautet meine Antwort: JA! Diesmal nicht als Ulysses-Zitat. [kellers, 23:51 · referenzieren · ] Der ganze Rest Es ist merkwürdig, festzustellen, dass die Euphorie über neue "Kontakte" — wenn das hin & her von E-Mails und SMS-Nachrichten zwischen Y***** und mir so genannt werden darf, aufgrund von Morbus C*****e parallel auch wieder Schatten wirft. Ich stelle einfach fest, dass wir uns nicht "einfach" unterhalten können. Jede E-Mail ist von einer verklemmten Unterschwelligkeit. Verursache ich das? Oder sie? Gibt es da ein gegenseitiges "sich beweisen müssen", wie gut es einem geht? Wie erfolgreich man auf dem Beziehungsmarkt agiert? Diese Einschätzung würde ich für mich ja nie gelten lassen, aber zum Teil unterstelle ich dieses C*****, und wenn ich in einer E-Mail einen Hinweis auf Y***** fallen lasse? Steckt da nicht dann auch ein Stückchen Selbstbestätigung drin? Bei unserem letzten Beisammensein fiel mir dann auch wieder nichts besseres ein, als mich in ihr Verhältnis zu ihren Eltern einzumischen. Ihre Ablehnung jedweder Besorgnis ihrer Mutter ist auch nicht unbedingt beruhigend. Aber ist es meine Rolle, dann auch noch Verständnis zu äußern, dieses dann aber nicht konkretisieren zu können? Oder gar nicht konkretisieren zu wollen? Verunsicherung verbreiten zu wollen? Es ist zu guten Teilen auch meine Unsicherheit im Umgang mit C*****s Leben, die mein Verhalten prägt. Im Kern geht es mir aber nicht um die Ablenkung dieser Unsicherheit, sondern vielmehr darum, ein eigenes Verständnis über mein und ihr Verhalten entwickeln zu können. An dieser Stelle schließt sich die Frage an, inwieweit beiderseits Bereitschaft besteht, sich gegenüber dem jeweils anderen Rechenschaft über das jeweils eigene und auch die Wahrnehmung des jeweils anderen Verhaltens zu geben. Momentan eher nicht. Schade. [kellers, 22:11 · referenzieren · ] Olympia, das Leben und der ganze Rest Gestern Abend beim Besuch von Bekannten mit Überraschung und Verwunderung festgestellt, wie wichtig das Ereignis Winterolympiade doch genommen werden kann. Die Beiden, zuzüglich Kind, wetten in jedem Wettbewerb gegeneinander und dokumentieren dieses auf einem DIN A2 großen Blatt. Das Tagesgeschäft besteht nun darin, sich über Form und Aussichten der jeweiligen Favoriten schlau zu machen. Effekt dieser Freizeitgestaltung ist nun, dass sie mit Namen nur so um sich werfen, die oftmals nach polnischen Schnaps klingen. Und dass man als engagierter Laie über so merkwürdige Sportarten wie Shorttrack (Eisschnelllauf in einer kleinen Runde) oder Skeleton (Rodeln mit dem Kopf voran) aufgeklärt wird. Interessanterweise doch ein lustig-interessanter Abend. Weiß garnicht, warum ich glaube, mich mit M***** und K**** jetzt besser zu verstehen. Sehr wahrscheinlich ist es der Punkt, dass mir deren gepflegte Häuslichkeit mittlerweile doch nicht unattraktiv erscheint. Die "Einladung" zur Installation der ISDN-Anlage habe ich schon; und auch zum Einholen des Brennmaterials aus dem lokalen Forst zur winterlichen Befeuerung des Kamins kann ich mir eine Einladung und auch Teilnahme durchaus vorstellen. [kellers, 22:00 · referenzieren · ] Blogmania [kellers, 13:50 · referenzieren · ] Nächste Seite |
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