frapp.antville.org
frappieren swV. 'in Erstaunen versetzen, befremden', sondersprachl. Im 18. Jh. entlehnt aus frz. frapper (wörtlich: 'schlagen'), aus frk. *hrapon 'raufen, raffen', zu ahd. *raffon (dass.). Die Bedeutungsentwicklung hin zu 'entfremden' wohl auf Basis des Überraschungseffektes eines plötzlichen Schlages (vgl. ne. striking).
Mittwoch, 20. März 2002

Literarische Heroen

Da bin ich geschmacklich mal wiederzutiefst angetan. In der Liste der wichtigsten fiktionalenCharaktere seit 1900 finden sich unter den ersten 10 Plätzen drei malVertreter aus dem Ulysses: Knapp die Medaillenplätze verfehltLeopold Bloom, Platz 8 dann für Molly Bloom und StephenDedalus auf Platz 9 (nominiert als Vertreter aus Portrait of theArtist as a Young Man, aber ja auch nicht unwesentlicher Protagonistder Dubliner Odyssee).

Hier die Liste aus dem Book Magazin. Und Winnie the Pooh ausden Erzählungen von A.A. Milne auf einem ehrenwerten Platz29. Und selbst Eeyore rutscht noch auf Platz 96 in dieseWalhalla. [via jump cut]

[kellers,  12:24 · referenzieren ·  ]


Dienstag, 19. März 2002

Eitelkeit Eingeordnet

Hhhuiii, bin im Open DirectoryProject unter den persönlichen Weblogs. Google ist noch nicht soweit.

[kellers,  17:15 · referenzieren ·  ]



Verwirrungsmindernd? Selbstvergewissernd?

Mal wieder ein Test:«You're the STYLE tag- you are very dramatic, but when you messup or overdramatize something, you know it and you change.»[via passepartoutund isore ]

[kellers,  12:44 · referenzieren ·  ]



Odyssee

Vinum, Taunusanlage, Westbahnhof. S4 um 23:42 Uhr über Hauptbahnhof,Galluswarte und Messe. Sieben Minuten Fahrzeit (kamen mir viel kürzer,zu kurz vor). I*******. Akute Verwirrung. Und dann noch das!

[kellers,  08:30 · referenzieren ·  ]


Montag, 18. März 2002

Mathematische Kultur

Sind schon ein komisch-kauziges Völkchen, diese Mathematiker. Dem Argument von Donald E. Knuth in der c't zur Nicht-Patentierbarkeit von Mathematik ist nichts hinzuzufügen:

«Ich komme aus einer mathematischen Kultur, in der wir kein Geld von Leuten kassieren, die unsere Sätze benutzen. Da gibt es den Gedanken, dass Mathematik entdeckt, nicht erfunden wird. Wenn etwas schon da war, wie kann man es dann patentieren?»

Daneben Interessantes zu seiner Arbeitsweise "Ich arbeite im Batch-Mode", zu Open Source und, natürlich, TeX.

[kellers,  12:15 · referenzieren ·  ]



Kubanische Prothesen

Gestern Abend war nun das lang und heiß ersehnte Konzert von Marc Ribot mit seinen kubanischen Prothesen Los Cubanos Postizos! Der große Saal im Mousonturm war gut gefüllt und nach einem klanglich etwas irritierenden Auftakt (zum Warmwerden?) starteten Marc Ribot und seine vierköpfige Band lustvoll durch, ungeachtet fortgesetzter Diskussion mit dem Mann am Mischpult — der einem auch wirklich leid tun konnte ob der Uneinigkeit der Band über die richtige Mischung.

Was aber dem Konzert und der Spielfreude nicht schadete. Kubanische Rhythmik (eindrucksvoll: Perkussionist E.J. Rodriguez, jeder Finger und die Handflächen mit Tape umwickelt), auf die Probe gestellt durch schräge, jazzige Verdrehtheiten und vorangetrieben durch Drums (wieder ein Rodriguez, diesmal Robert) und Kontrabass (Brad Jones). Und bestanden! Und wenn er nicht gerade distanziert, verschmitzt dreinschaute, orgelte Anthony Coleman dazu.

Muy Divertido!

[kellers,  08:04 · referenzieren ·  ]


Samstag, 16. März 2002

Hardcore Noise

Gerade zurück vom letzten Tag von pol 7 festival neue musik. Zwei Duette. Das erste Set bestritten Erhard Hirt, Gitarre und John Butcher, Saxophon.

Tiefen Eindruck (in den Trommelfellen) hinterließen dann Michael Werthmüller, Schlagzeug und Caspar Brötzmann, Gitarre. Laut. Lauter! Sehr laut!! Extrem laut!!! Mit der (meiner) Bereitschaft, die Qualität eines Konzerts an der Zahl an der Zuhörer zu messen, die während des Auftritts den Saal verlassen, erhalten Brötzmann und Werthmüller, Höchstnoten. Das Studio des Mousonturms erlebte einen Exodus eines guten Dutzends. In den gut fünfundvierzig Minuten ihres Auftritts rackerte der Schweizer Schlagzeuger wie ein Berserker. Dazu traktierte Caspar Brötzmann seine Gitarre und ging in innigsten Rückkopplungsdialog mit dem Marshall-Boxenturm. Zusammen erarbeiteten die beiden Klang- und Krachskulpturen, die bei aller Lautstärke innere Struktur und Dynamik offenbartem; bauten Klangkaskaden auf, die phonstark kollabierten. Genial! Der Begriff der Melodik ist sicher keiner, an denen Werthmüller / Brötzmann ihr Tun messen, aber den Zuhören, d.h. mich erstaunt es schon: Statt nach gesundheitförderlichem Ohropax zu fragen, wippt rhythmisch der Fuß. Dieses musikalische Statement transportiert in einem ersten Hören vielleicht Verachtung jedweden Mainstreams. Jedes "genauere" Hinhören verweist auf eine vollständige Loslösung von Musikhistorie oder Hörerfahrung. Es war einfach neu, schnell und gut! Im Vergleich zum Speedjazz eines John Zorn überraschte die epische Breite der einzelnen Stücke, derer drei es waren. Akustische Ausdauer- nd Kraftakte statt hochverdichteter Miniaturen! Das eigene Empfinden via Trommel- und Bauchfell wird am besten durch die Vorsilbe "Wohl" ausgedrückt! Einziger Makel des Abends: Warsteiner im Ausschank.

Nach dem eigentlichen Set formulierte der Kurator der Veranstaltung noch seinen Dank an diesen und jenen, nachdem die Reste des Publikums sich eifrig um eine Zugabe benüht hatten. Diese gab es dann nach den "offiziellen" Schlussworten.

Für morgen bereits Caspar Brötzmanns "Der Abend der Schwarzen Folkore" zum Wiederhören herausgesucht! {notelink "" "23:52" "erinnern"}

[kellers,  23:52 · referenzieren ·  ]



In Memoriam

Die Nachricht vom Tode von Marion Gräfin Dönhoff hat mich bereits am Montag über die Fernsehnachrichten erreicht. Aber erst jetzt, nach dem Lesen der Erinnerungen von Zeitgenossen und Freunden, umfasst mich Trauer und Bewunderung für diese Frau. Sie erfüllte Die Zeit mit menschlicher Wärme und Unbestechlichkeit, an die ich mich dankbar erinnere. Für mich war sie die Grande Dame, die meine geistige Heimat mit einer gestrengen, tugendhaften, aber herzlichen Wohnlichkeit versah.

[kellers,  15:43 · referenzieren ·  ]



e5 und schachmatt

Lausig dargebotener Irish Folk im O'Reilly's erzwangen nach zwei Guiness den klugen Zug auf e5. Gut wie immer, in unserer Erinnerung besser als gewöhnlich gefüllt, was aber auch an der Nacht der Clubs gelegen haben mag. Zweimal Cocktail Spezial von Chr****** für Chr******, für mich Mojitos. Dann führte die fatale Unlust, den Abend dabei schon bewenden zu lassen, zu Früh-Kölsch und Pils, auf Kosten des Hauses ergänzt durch irgendwelche "Specials" und einem Ouzo aus der Hausflasche.

Die tückische Spendierfreude des Wirtes erforderte heute früh nach langer Pause mal wieder der Einsatz eines bekannten Produktes aus dem Hause Bayer. Am Rande: "Headache from Hell" auf der internationalen Seite als Vorschlag für einen Bandnamen?! {notelink "" "11:02" "erinnern"}

[kellers,  11:02 · referenzieren ·  ]


Freitag, 15. März 2002

Hessisch für Blogger

oder Heibärefferens Auswätz: Klangvolle Schöpfung von Andrea! Mir mangelt es da (leider) an idiomatischer oder dialektischer Begabung, aber "external link" ist für immer aus dem eigenen Sprachschätzlein verbannt.

[kellers,  18:22 · referenzieren ·  ]



Hessisch für Blogger

oder Heibärefferens Auswätz: Klangvolle Schöpfung von Andrea! Mir mangelt es da (leider) an idiomatischer oder dialektischer Begabung, aber "external link" ist für immer aus dem eigenen Sprachschätzlein verbannt.

[kellers,  18:22 · referenzieren ·  ]



Für den Otto-Katalog

Do It Yourself-Rasterfahndung. [via roger und kerleone]

[kellers,  17:46 · referenzieren ·  ]



Nachreichungen & Adoration

Die SZ berichtet über die Veröffentlichung von Fragmenten aus dem Nachlass von Arno Schmidt: Brüssel und Die Feuerstellung. Buchregal-sprengendes Format 24 x 34 cm, wie bei Suhrkamp zu erfahren, wiewohl mit zahlreichen Vierfarbfaksimiles.

Ein schnelles Suchen nach der virtuellen Repräsentanz der Arno Schmidt-Stiftung in Bargfeld überrascht angenehm: Zunächst titelt Google unter www.arno-schmidt-stiftung.de noch mit «Sie sehen hier eine soeben freigeschaltete Homepage». Ein tollkühner Klick führt aber doch zu mehr. Stöbern! Ambitionierte "Seite" mit jeder Menge Popup-Fenster (nicht so nett, aber die Diskussion wurde anderswo bereits differenzierter geführt). Der Zettel des Tages lässt heute "Das Schauerfeld oder Die Sprache von Tsalal" erscheinen. Müsste nachschauen, taucht aber (in meiner) Erinnerung auf dem ersten Zettel des Schmidtschen Großwerks auf.

Unter Bilder dann auch Panoramen (Pan=Aromen?) vom Bargfelder Haus & Umgebung (Howth Castle and Environs?). Über Bücher findet sich dann sogar ein 42minütiger Mitschnitt von Arno Schmidts Lesung der Erzählung Leviathan. Die Naviagtion über "Popups", "Dropdowns" und "Selects" ist ähnlich übersichtlich wie die Dreispaltigkeit der Spätwerke. Wen's nervt, der sei gewarnt. Dem Rest verborgenste Entdeckungen.

[kellers,  12:20 · referenzieren ·  ]



Literaturbeschleunigung

Ulysses in 18 Klicks (statt 1014 Seiten in der deutschen Übersetzung).

[kellers,  07:55 · referenzieren ·  ]


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