frapp.antville.org
frappieren swV. 'in Erstaunen versetzen, befremden', sondersprachl. Im 18. Jh. entlehnt aus frz. frapper (wörtlich: 'schlagen'), aus frk. *hrapon 'raufen, raffen', zu ahd. *raffon (dass.). Die Bedeutungsentwicklung hin zu 'entfremden' wohl auf Basis des Überraschungseffektes eines plötzlichen Schlages (vgl. ne. striking).
Mittwoch, 21. August 2002

An Alle in Frankfurt und Umgebung

Aus Höchst treibt aktuell eine Giftgaswolke auf die Frankfurter Innenstadt zu. Bitte alle Fenster geschlossen halten und unbedingt vermeiden, in die Stadt zu gehen!

[Gerade aus meiner Mailbox]

Entwarnung der Feuerwehr

[ak,  11:22 · referenzieren ·  ]


Dienstag, 20. August 2002

Wenn die Hausmeister so nett bitten!

Gerne auch an dieser Stelle dier Hinweis auf eine evtl. ggf. möglicherweise Mitte dieser Woche zu erwartende Renovierung des Ameisenhügels.

Viel Erfolg und wenig Stress wünscht ein dankbarer Mieter!

[ak,  18:58 · referenzieren ·  ]



Auch ein schönes Wort

Apart, mit "Machen Sie es sich doch kommod!" auf ein italienisches Design-Sofa gebeten zu werden. Und dann gegen die Schwüle im Showroom am nächsten Kiosk zwei Flaschen Pils erwerben, zurück auf dem Sofa dieese mit Feuerzeugen öffnen und gemütlich dem Feierabend entgegentrinken.

[ak,  13:59 · referenzieren ·  ]



Microsoft werkelt am Ende des Internet

The End of the Internet wurde mit tatkräftiger Unterstützung von Microsoft's WordPad erstellt. Der Beweis im Quelltext.

[ak,  13:03 · referenzieren ·  ]


Montag, 19. August 2002

Was will uns der Künstler damit sagen?

Etwas weit hergeholt, diese Kunstunterrichtsfrage. Auslöser waren Anmerkungen zu meiner donnerstäglichen Irritation (hier eher im englischen Wortsinne verstanden). Einige Google-Anfragen später ist hier nachzutragen, dass das großflächige Plakat an der Rotunde der Schirn ein Werk der in Mexiko geborenen Künstlerin Minerva Cuevas ist, unter anderem gefördert durch das Projekt urban tension. Dort finden sich, frech aus dem Frame heraus verlinkt, eins, zwei, drei Bilder. Gut und schön?. Werden hier Grenzen zwischen Kunst, Kommerz (hier in Frankfurt natürlich Banken) und in diesem Fall auch Politik überschritten, verwischt oder bewusst verschleiert? Und was ist von einer Kunst zu halten, die sich direkt vom Atelier über Galerie in die reichhaltigen Sammlungen — die Photographie-Sammlung der DZ-Bank hat einen hervorragenden Ruf und bei der Deutschen Bank kann man die Bestände beispielsweise bis zu Andreas Gursky durchstöbern — von Unternehmen bewegt. Stellen die Künstler ihre Fragen via Werk dann direkt den Herren Breuer und Ackermann? Oder besteht kein Unterschied zu berühmten Arbeiten für Fürsten- und Königshäuser? Kein Unterschied zu Sammlungen und Museen großer Industriefamilien (Solomon R. und Nichte Pegggy Guggenheim)?

Ich will gefragt werden von Kunst! Und nicht nur von vor Hauptsitzen repräsentativ platzierten Skulpturen (Max Bill vor der Deutschen, Claes Oldenbourg vor der DZ-Bank).

[ak,  23:56 · referenzieren ·  ]


Sonntag, 18. August 2002

Voltaire vs. Möller & Schaar

Der Club Voltaire in der Kleinen Hochstraße feiert Vierzigjähriges. Direkt daneben der City Outlet von Möller & Schaar. Frankfurter Kontrastierungen.

[ak,  22:27 · referenzieren ·  ]



Kollektive Leidenschaft

In einer Buchbesprechung ärgert man sich im Salon über John Motavallis Buch "Bamboozled at the Revolution": The media titans still don't get it. Das Scheitern der Medienmogule im Internet wird kontrastiert durch David Weinbergers Überlegungen zu Small Things Loosely Joined:

«That most of what's on the Web is there because someone is interested in, cares about it passionately enough to put it in front ot the rest of the world. And, Weinberger proposes, it's precisely because the Web is powered by our interest, "the world's collective passion," that it is so distracting, so conductive to quick hops and interruptions. He doesn't see this as necessarily bad: "Perhaps the Web isn't shortening our attention span. Perhaps the world is just getting more interesting."»

Für lesenswert befundener Artikel, wie auch bereits im Dienstraum und bei Mosaikum.

[ak,  16:58 · referenzieren ·  ]



Medientheoretiker trifft Unterhaltungselektroniker

Friedrich Kittler spricht bei Loewe über Medien sind Möglichkeiten. Und endet mit einem Lob des Buches: «Mit Büchern kann man die tollsten Sachen machen: vorwärts und rückwarts blättern, darin schreiben, malen, darauf einschlafen und darüber träumen.» [via dienstraum]

[ak,  16:36 · referenzieren ·  ]


Samstag, 17. August 2002

Weder in der Verfassung

noch in der Stimmung, irgendwas zu Netz zu bringen. Wieder auf angenehmste mit meinen Ex-Schwiegereltern-In-Spe einige Flaschen Wein geleert. Reicht als ein Anti-"Samstag ist Selbstmord"-Depressivum.

[ak,  23:03 · referenzieren ·  ]


Freitag, 16. August 2002

Das kuttersche Manifest

«Nutzlos, vergänglich, unbedeutend zu sein: Ist nicht vielleicht das die vollkommene Freiheit?». Mit dem Kutter Vorwärts, dem Vergessen entgegen. Wahrer als vieles sonst zu lesendes.

[ak,  22:38 · referenzieren ·  ]



Protoanarchismus im wahlkämpferischen Sommerloch

Mit Klemmmappe mit letzten Ausdrucken des Tages unter dem Arm passierte ich gestern Europäische Zentralbank (Tour Duisenberg) und Schauspiel Frankfurt. Unterwegs Business-Hemden mit gelockerten Krawatten, Sakko locker über die Schulter geschlagen, der andere Arm mit Mobiltelefon grillte das Hirn. Am Karmeliterkloster vorbei musste ich auf dem Römer ein gigantisches Stahlgerüst umrunden — vermutlich für den Sonntag in Frankfurt stattfindenden Ironman. Ich war eher auf dem Weg zum hessischen Sandstoneman: Die Ausstellung "Das Rätsel der Kelten vom Glauberg" in der Schirn. Mein konsequentes zu früh Erscheinen ließ mich auch gestern nicht im Stich. Bewehrt mit der aktuellen Zeit kaperte ich ein Tischchen vor der Rotunde der Stirn, um ein erstes Feierabendbier zu genießen. Schwitzende, kurzbehoste und ärmellos be-t-shirte Touristen stampften schnaufend vom Römerberg in Richtung Dom. Mein Blick wurde gebannt durch ein haushohes Plakat an der Schirn: Blockstreifig bunt las ich den großbuchstabigen Text:

«Regiert zu werden heißt, bei jeder Handlung, jedem Geschäft, jeder Bewegung, notiert, registriert, erfasst, taxiert, gestempelt, vermessen, bewertet, versteuert, patentiert, lizensiert, autorisiert, befürwortet, ermahnt, behindert, berichtigt ... ausgenützt, beherrscht, erpresst, gedrängt, getäuscht, beraubt zu werden. Alles im Namen des öffentlichen Nutzens und des Gemeinwohls.»

Kommentar zur allgemeinen Politikverdrossenheit? Klage über den Zerfall der Gesellschaft in Partikularinteressen? Unterhalb der Installation (um die es sich irgendwie offensichtlich handelte) ein Baugitter mit der Plakatierung einer Aktion Kunst gegen Gewalt, gesponsort durch die Deutsche Bank. Heute nach dem Urheber des Zitats recherchiert. Pierre Joseph Proudhon 1809 - 1854, libertärer Sozialist und Proto-Anarchist («Eigentum ist Diebstahl»). Frankfurt schafft es immer wieder, Kontraste auf den Punkt zu bringen. Und das Hochhaus der siechen Commerzbank reckte sich hinter Frankfurts Gudde Stubb in den blauen Himmel.

Der anschließende Besuch der Keltenausstellung war übrigens absolut lohnenswert. Ideal für einen ersten Einblick in die merkwürdige Geschichte und das noch merkwürdigere Verschwinden aus der Geschichte. Peinlich berührte der erste Raum mit der Aussage, Kelten fürchteten nur eines: "Dass ihnen der Himmel auf den Kopf falle!" Meine Allgemeinbildung erhob sich zum Widerspruch: Das waren doch die Gallier! Um dann ein Schaubild weiter festzustellen, dass es sich hierbei um zwei Bezeichnungen ein und desselben Volkes handele. Hier finden sich weitere und fundiertere Informationen zu den Kelten und dem Glauberg.

[ak,  08:01 · referenzieren ·  ]


Donnerstag, 15. August 2002

Das zweite Standbein

Nur so am Rande beim bierseligen Schwätzen mit H***** und Chr****** notiert: Heutigen Unwägbarkeiten begegnet man besser hüpfend denn duch die Schaffung eines zweiten Standbeins. Job-Hopping, Relationship-Hopping, die Welt ist eine hüpfende.

[ak,  23:54 · referenzieren ·  ]



Die Erscheinung zu Mariä Himmelfahrt

Fast passend zum heutigen bayerischen Feiertag. Mir ist heute so kathokolisch!

[ak,  12:21 · referenzieren ·  ]



Technisches Wahlvotum und Ökologisch Faire Koalitionen

"Nach "internet-spezifischen Kriterien" sind beide Websites grottenschlecht und missachten die meisten Standards."

lautet das Votum der Telepolis über die Internetauftritte von Gerhard Stoiber und Edmund Schröder. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt das aktuelle Journal Frankfurt (Artikel leider nicht online) mit den Frankfurter Bundestagskandidaten und wundert sich bei Joschka Joggt Fischer über die Merchandising-Artikel, die man über dessen Seite bestellen kann. Und beim Grünen T-Shirt mit den Tour-Daten wird auf die Katholische Landjugendbewegung und die ökologisch faire Vermarktung verwiesen. Lässt für etwaige Koalitionsverhandlungen ja interessante Konstellationen erwarten. [via schockwellenreiter]

[ak,  09:23 · referenzieren ·  ]


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